Aktuelles

Plakatkampagne gegen die diskriminierenden Einsatzkonzepte der Polizei

Soziale Einrichtungen auf St. Pauli starten zusammen eine Plakatkampagne gegen die diskriminierenden Einsatzkonzepte der Polizei.
Darin fordert sie die politischen Handlungsträger*innen dazu auf, Verantwortung zu übernehmen und (sozial-) politische Lösungsansätze statt unverhältnismäßige und diskriminierende Einsatzkonzepte der Polizei zu entwickeln!
Ein Aufruf von: Abenteuerspielplatz am Brunnenhof; ABeSa; GWA St. Pauli; Haus der Familie; Internationaler Kinderladen; Kinder- und Jugendtagesstätte Silbersack; Kinderhaus am Pinnasberg; Kinderladen Maimouna; KiZ; KOOP Schanze; Wohnprojekt Parkhaus

St. Pauli Code JETZT! Update 005

Die Initiative „St. Pauli Code JETZT!“ veröffentlicht regelmäßig Nachrichten-Updates auf YouTube über das umstrittene Bauprojekt am Neuen Pferdemarkt. Hier die Ausgabe vom 24.06.2020.

Diesmal geht es um ein Gespräch mit dem Baukonsortium des „Paulihauses“ und dem Baudezernenten des Bezirks Mitte Bodo Hafke… bzw. darum, warum es nicht stattfand.

Übrigens.. abonniert doch gerne den YouTube-Kanal von St. Pauli selber machen. Dort findet ihr alle Video von uns und anderes interessantes rund um St. Pauli selber machen!

Die Unkultur der Intransparenz

Pressemitteilung der Initiative St. Pauli Code JETZT!

Investoren des Baukonsortiums „Paulihaus“ schicken Gesprächsabsage…keine Dialogbereitschaft, sondern Intransparenz gegenüber dem Stadtteil, in dem sie bauen wollen.

Die Geschäftsführer von Hamburg Team (Peter Jorzik), von Pahnke Markenmacherei (Lars Lammers), von Argus (Thorsten Buch) und der Steg-Gesellschafter und Ex-Geschäftsführer (Hans Joachim Rösner) sowie Baudezernent des Bezirks Hamburg-Mitte (Bodo Hafke) hatten dem lange Zeit verhandelten Diskussionstermin mit der Initiative St. Pauli Code JETZT! für Mittwoch, den 24.06.2020 zugestimmt. Einen Tag vor dem Termin, eine überraschende Absage.

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+++Abgesagt!+++ Stadtteilversammlung am 22. März

+++Update: Stadtteilversammlung abgesagt+++
Liebe St. Paulianer*innen,
aufgrund der aktuellen Ereignisse bezüglich des Corona-Virus haben wir uns entschieden, die für 22.3. geplante Stadtteilversammlung abzusagen. Wir überlegen aktuell an Möglichkeiten, sich ohne physische Treffen im Stadtteil organisieren zu können und halten euch auf dem Laufenden.
Passt auf Euch auf und bleibt gesund.
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Liebe St. Paulianer*innen!

Nach der  Wahl ist vor der  Wahl:  Lasst  uns zusammenkommen! Denn die Veränderungen auf St. Pauli gehen weiter, wir müssen auf der Hut sein:

  • Wie geht es auf dem Esso-Häuser-Areal weiter, jetzt da die Stadt das Baufeld 5 kaufen wird?
  • Wie geht es mit dem Centro Sociale weiter, nachdem der Mietvertrag ausgelaufen ist?
  • Wie geht es weiter mit dem Projekt „Paulihaus“, das gerade vorerst gerichtlich gestoppt wurde?
  • Der Neue Pferdemarkt ist im Visier von Investoren, die Pläne zum „Paulihaus“ könnten nur der Anfang sein.
  • Die Mieten auf St. Pauli steigen weiter, Sozialwohnungen verschwinden: Womit müssen wir rechnen?
  • St. Pauli soll „immaterielles Weltkulturerbe“ werden. Klingt harmlos, könnte aber drastische Folgen haben.
  • Nach dem Anschlag von Hanau sollten auch wir uns fragen: Tun wir schon genug gegen Rassismus?
  • Was brennt Euch unter den Nägeln? Wo gibt es neue Probleme?

Die Stadtteilversammlung wird auch der Auftakt zu einer Aktionswoche in Hamburg sein, die am 28. März im europaweiten Housing Action Day gipfelt. Denn der Mietenwahnsinn in Europas Städten ist ungebrochen, und die Politik tut nach wie vor nichts, wenn man vom Mietendeckel in Berlin absieht. Das kann so nicht weitergehen!

Ort der Stadtteilversammlung: Ballsaal im Millerntor-Stadion
Zeit: Sonntag 22. März 2020; Einlass ab 14:30 Uhr, Beginn 15:00 Uhr

Wir freuen uns, wenn uns möglichst viele bei der Mobilisierung für die Stadtteilversammlung unterstützen.
Einfach die Einladung zur Stadtteilversammlung als PDF oder das Plakat als PDF runterladen, ausdrucken und bei den Nachbar*innen an den Hauseingang kleben. Danke!

Versammlung der Stadtteile, 26.10.19 [update]

STADT FÜR ALLE!
Große Versammlung der Stadtteile:
Austauschen – Vernetzen – Gestalten
26. Oktober 2019, 10:30 – 18 Uhr, Louise-Schröder-Schule, Thedestr.100 in Altona

Der notwendige nächste Schritt

Viele Aktive aus den Stadtteilen treffen sich eher zufällig mal auf einer Veranstaltung oder einer Demo und bekommen dabei mit, was die anderen so machen. Zwar gibt es in einigen Stadtteilen Strukturen, die einzelne Initiativen zusammenbringen, dort klappt der Austausch schon besser. Aber es fehlt bisher das stadtweite Netzwerk, das hilft, den Austausch und die Zusammenarbeit aller Hamburger Initiativen, die sich für eine ökologische und sozial gerechte Stadtentwicklung einsetzen, zu organisieren.

Mit Hilfe eines solchen Netzwerks können Aktivist*innen der Stadtteile

  • ihre Aktionen koordinieren und sich gegenseitig Hilfestellung geben: Zum Beispiel Mieter*inneninis bei der SAGA, Vonovia, Akelius etc. – wie läuft’s, was lässt sich übertragen, wie lassen sich Synergien schaffen?
  • Erfahrungen beim Aufbau von Strukturen vermitteln: Welche Hilfestellung ist möglich  bei den ersten Schritten zur Organisierung neuer Initiativen, wie lässt sich das vermitteln?
  • Medienarbeit machen: Wie erreichen wir welche Medien, eigene Stadtteilzeitung starten?
  • Erfahrungen Hamburger Initiativen zusammentragen und auswerten: Zum Beispiel Erfahrungen mit Kämpfen um den Erhalt des inhabergeführten Kleingewerbes – was kann man vor Ort tun, welcher gesetzlicher Änderungen bedarf es?
  • Diskussionen über Ziele, Wege dorthin und spezifische Problemlösungen generieren:  Zum Beispiel Neubaupläne des Senats wie in Oberbillwerder – gibt es Alternativen, wie lässt sich Grünfraß verhindern und mehr Grün gegen den Klimawandel in die Stadt bringen?
  • koordininiert Einfluss nehmen auf die Politik vor Ort: Welche Erfahrungen gibt es, wie kann, wie muss Partizipation in den Quartieren aussehen? Reichen die wenig effizienten etablierten Stadtteilbeiräte in der bisherigen Form, was brauchen wir – wo – noch und mehr? Wie können wir die Instrumente der Volksgesetzgebung (Bürgerbegehren / Bürgerentscheid, Volksinitiative / Volksentscheid) für uns nutzen?
  • städtische Flächen und Immobilien ausfindig machen und sichern: Zum Beispiel für soziale und kulturelle Zentren, Ateliers, Bauwagenplätze, Nachbarschaftstreffen usw.
  • … ? (hier können Eure Wünsche stehen)

Im April hatten wir erfolgreich zu einer Auftaktveranstaltung nach Wilhelmsburg eingeladen, nun soll am 26. Oktober die große Versammlung aller Hamburger Initiativen stattfinden, wir rechnen mit mehr als 200 Teilnehmenden. Am Ende werden Verabredungen stehen, wie wir uns vernetzen und zusammen aktiv werden.
Allein machen sie uns ein. Nur gemeinsam sind wir stark!

Der vorgesehene Ablauf der Versammlung:

Wir fangen um 9 h mit dem Aufbau an, Inis können sich ab dann mit ihrem Stand einrichten.

10:30 h: Markt der Möglichkeiten: Initiativen stellen sich vor & lernen sich kennen

11:30 h: Begrüßung durch die Veranstalter*innen

11:45 h: Parallele Vorträge mit Diskussion:

Mehr Demokratie vor Ort erkämpfen! Wie werden Initiativen in den Bezirken erfolgreich? Joachim Lau, Mehr Demokratie e. V., Hamburg.

Alternative Stadtplanung statt Investoren-Planung durch Beiersdorf: Lokstedt lebenswert gestalten!  Mario Bloem, d-plan Stadtentwicklung GmbH, Hamburg.

„Deutsche Wohnen & Co enteignen!“ –  Bericht über die Mietkämpfe in Berlin, Oliver E. Münchhoff, Berlin.

12:45 h: Plenum 1: Bewertung der Themenvorschläge für Workshops, Meinungsbild

13:30 h: Workshops zu von den Teilnehmenden ausgewählten Themen

14:30 h: Mittagspause

15:30 h: Markt der Möglichkeiten: Initiativen stellen sich vor & lernen sich kennen

16:00 h: Plenum 2: Vorstellung der Arbeitsergebnisse der Workshops, Thesen – Appelle – Forderungen, Vorschläge für Aktionen

17:45 h: Abschlusstreffen: Präsentation des Gesamtergebnisses, weitere Termine

18:30 h: Abbau des Marktes, Vorbereitung für das Fest

19:00 h: Fest

22:00 h: Ende des Festes, Aufräumen

Wir bitten Euch, eigene Fragestellungen und Inhalte Eurer Arbeit für die Darstellung auf der Versammlung vorzubereiten und Euch mit Vorschlägen für je eigene Programmpunkte und/oder Workshops zu beteiligen. Sicher lässt sich nicht alles an einem einzigen Tag umsetzen, wir schlagen darum vor, dass aus den Vorschlägen ein Programm für eine Reihe vernetzter Veranstaltungen bzw. Workshops in den folgenden Monaten vor Ort in Euren Stadtteilen entwickelt wird.

Rückmeldungen hierzu bitte so schnell wie möglich. Teilt bitte auch mit, ob Ihr Euch mit einem eigenen Stand am Markt der Möglichkeiten bzw. mit einem eigenen Workshop beteiligen wollt.

Damit wir Raumbedarf, Material und Catering planen können, wäre eine verbindliche Anmeldung der Teilnehmenden wünschenswert unter: einestadtfueralle-hh@gmx.de  Natürlich ist auch eine spontane Teilnahme möglich.

Leitet diesen Aufruf bitte auch weiter an Euch bekannte Initiativen.

Mit solidarischen Grüßen
Vorbereitungsgruppe für die Versammlung der Stadtteile mit Teilnehmenden aus den folgenden Initiativen und Organisationen : Altonaer Manifest | Bauwagenplatz Rondenbarg | Beirat für Stadtteilentwicklung Wilhelmsburg | DIDF Hamburg | Langenhorn73 | Lebenswertes Lokstedt | Mehr Demokratie Hamburg | Mietergruppe Hayn-/Hegestraße | Mieter*inneninitiative Wrangelstraße | Nein-zu-Oberbillwerder | Zukunft ElbinselWilhelmsburg

Die Versammlung der Stadtteile wird unterstützt durch:
Einwohnerverein St. Georg von 1987 e.V. | GWA St. Pauli e.V. | Mehr Demokratie e.V. Landesverband Hamburg | Netzwerk Recht auf Stadt Hamburg | St. Pauli selber machen

Hier könnt ihr die Einladung zur Versammlung der Stadtteile als PDF runterladen und weiter verteilen.

Solidarität mit Exárchia!

Erklärung von St. Pauli selber machen (English below):
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Am Montag wurde der Athener Stadtteil Exárchia von der griechischen Polizei besetzt. Drei besetzte Häuser wurden geräumt, Dutzende Geflüchtete und Aktivist*innen in Polizeigewahrsam genommen. Dieser Angriff auf einen solidarischen Stadtteil, den die neue rechte griechische Regierung bereits angekündigt hatte, ist unerträglich.

In Exárchia wurde 1973 mit dem Aufstand am Polytechnikum das Ende des faschistischen Obristen-Regimes eingeleitet, das ein Jahr später stürzte. Exárchia steht seitdem wie kaum ein anderer Stadtteil in Europa für gelebten Antifaschismus und Antirassismus, für solidarische und selbstorganisierte Nachbarschaftsstrukturen.

Wir sind äußerst besorgt, dass dieser Angriff der Beginn einer krassen politischen Säuberung des Stadtteils und der massenhaften Vertreibung von Geflüchteten ist, die dort einen sicheren Hafen gefunden hatten.

Solidarität mit Exárchia!



On Monday greek police attacked the Athens neighbourhood of Exárchia. Three squatted houses were evicted, dozens of refugees and activists were arrested. This attack that was announced in recent weeks by the new right wing government of Greece is outrageous.

It was in Exárchia where in 1973 the revolt at the Polytechnical University was the beginning of the end of the fascist Junta that was toppled one year later. Like few other quarters in Europe Exárchia has stood for a consequent antifascism and antiracism, for solidary and self-organised neighbourhood structures ever since.

We are deeply worried that this attack could be the beginning of massive political purge of the quarter and of the massive eviction of refugees who had found a safe harbour there.

Solidarity with Exárchia!



Einen ersten Bericht zum Angriff auf Exárchia findet ihr hier:
https://de.indymedia.org/node/36723

„Diese Angelegenheit ist eine skandalöse Verschwendung öffentlicher Mittel, für ein Ergebnis, das nicht nur Null, sondern in jeder Hinsicht negativ ist: moralisch, rechtlich, praktisch, wirtschaftlich und was auch immer man sich vorstellen kann. Dutzende von Geflüchteten – darunter auch Kinder –, die kein Verbrechen begangen haben, einzusacken, um von Orten vertrieben zu werden, an denen sie ein menschenwürdiges Leben führten, das sie selbst mit gestaltet haben, mit der einzigen Aussicht, in eine Hölle eingesperrt zu werden, in der sie unter viel schlimmeren Bedingungen leben, die auf Passivität und Untätigkeit hinarbeiten. Ich kann nicht sehen, wen diese Aktion glücklich machen kann, abgesehen von Rassisten und Schlägern. Als griechischer Bürger fordere ich, dass mir erklärt wird, warum öffentliche Mittel für so ein unethisches, illegales und ineffektives Ergebnis verschwendet wurden.“
Akis Gavriilides zum Polizeiangriff auf Exárchia

Mach meinen Kiosk nicht an! Statement zur Petition für ein Alkoholverbot auf dem Kiez

Pünktlich zum Ferienbeginn hat sich das Sommerloch geöffnet: Mit Unterstützung der Bild-Zeitung bringen einige Kiezwirte ein Alkoholverbot auf Wiedervorlage. Darunter die üblichen Verdächtigen wie Corny Littmann, die schon länger eine „saubere Disneyfizierung“ des Kiezes vorantreiben.

Aber manche Sachen werden durch ständige Wiederholung nicht richtig. Das Alkoholverbot ist der nächste Angriff gerade auch auf die Nachbarschaftskioske auf St. Pauli.

Wieder einmal wird nicht differenziert: zwischen Nachbarschaftskiosken und 24-Stunden-Getränkediscountern. Von diesen sind in den vergangenen Jahren tatsächlich einige aufgemacht worden. Pikanterweise auch in Ladenflächen von Grundeigentümer*innen, die sich im überflüssigen BID Reeperbahn zusammengeschlossen haben.

Und wieder einmal wird das Pferd von hinten aufgezäumt: der „Sauftourismus“, der an den Problemen der Kiez-Gastronomie schuld sein soll, wird „den“ Kiosken in die Schuhe geschoben – tatsächlich waren es Stadtmarketing, BID und einige Gewerbetreibende, die in den vergangenen Jahren alles versucht haben, noch mehr Tourist*innen auf den Kiez zu locken. Wie der Zauberlehrling wundern sie sich nun über die Geister, die sie riefen, angelockt auch durch die enorme Zahl von Außengastro-Sitzplätzen. Über die seltsamerweise keiner redet.

St. Pauli selber machen sagt:

  • Mach meinen Kiosk nicht an!
  • Keine Zwei-Klassengesellschaft beim Trinken auf dem Kiez.
  • Keine Aufhübschung der westlichen Reeperbahn.
  • Schluss mit der Totalvermarktung von St. Pauli.
  • Keine Verlängerung des BID.

Stattdessen wird es höchste Zeit, dass Anwohner*innen und Kioskbetreiber*innen gehört werden. Ja, wir alle, die wir hier wohnen und arbeiten, sind nicht alle einer Meinung. Das ist völlig in Ordnung. Aber politische Vorstöße über die Köpfe von Anwohner*innen und Kiosk-Betreiber*innen hinweg – das geht gar nicht!

Der Bezirk Mitte soll sich ein Beispiel an Amsterdam nehmen und das Gewerbe auf dem Kiez regulieren. Lizenzen für Getränkediscounter – gibt’s dann nicht mehr. Gewerbemieten runterregeln – dann müssen Obst- und Dönerläden nicht länger versuchen, die krassen Mieten mit extra Alkoholverkauf zu wuppen.