StPauliSelberMachen-Express vom 30.04.2015

Das Esso-Häuser Gelände für die Menschen auf St. Pauli!
Erklärung von St. Pauli selber machen

Erklärung von St. Pauli selber machen

DAS ESSO-HÄUSER-GELÄNDE FÜR DIE MENSCHEN AUF ST. PAULI!

+ PlanBude hat Wegweisendes geleistet + PlanBude muss nun BauBude werden + Bewohner*innenbeteiligung muss weiter gehen

Auf der Stadtteilversammlung „St. Pauli selber machen“ im Februar 2014 haben wir klargestellt, dass wir nicht bereit sind, die Neubebauung vom Esso-Häuser-Areal Eigentümerin und Politik zu überlassen. In der dort verabschiedeten Ballsaal-Resolution forderten wir „einen von unten organisierten, demokratischen Planungsprozess“.

Hervorgegangen aus einer Arbeitsgruppe von St. Pauli selber machen hat PlanBude diesen Anspruch wegweisend eingelöst: Vier Monate hat das Team konkrete Wünsche und Forderungen der St. Paulianer*innen für die Neubebauung des Geländes zusammengetragen. Die Ergebnisse wurden auf zwei Stadtteilkonferenzen der Öffentlichkeit vorgestellt.

Für uns ist dabei am Wichtigsten:

  • Die Neubebauung darf nicht zur Verdrängung von Bewohner*innen und Gewerbetreibenden auf St. Pauli beitragen.
  • Es muss 100 % sozialer Wohnraum auf dem Gelände entstehen: günstig und langfristig.
  • Der „St. Pauli Code“ muss in den künftigen Nutzungen gestärkt werden: Die Widersprüchlichkeit, Unterschiedlichkeit und Kleinteiligkeit des Stadtteils muss sich abbilden. Wir brauchen eine aneignungsfähige Architektur und Orte zum Selber-Machen.

Für St. Pauli selber machen ist mit der Vorstellung der Ergebnisse und der nun begonnenen Verhandlungen über die Auslobungsinhalte die Arbeit der PlanBude jedoch nicht abgeschlossen. Und auch die Beteiligung der Anwohner*innen ist noch nicht zu Ende.

St. Pauli selber machen fordert:

  • Alle Ergebnisse und Empfehlungen der PlanBude werden für die Öffentlichkeit am Bauzaun dokumentiert.
  • Der weitere Planungs- und Bauprozess muss vollkommen transparent gemacht werden und eine weitgehende Beteiligung der Bewohner*innen einschließen, etwa in Form einer Kommission aus Bewohner*innen, die über die Nutzung der künftigen Gebäude mitentscheidet.
  • Die Auslobung für den städtebaulichen Wettbewerb muss von einer öffentlich auf St. Pauli tagenden Bezirksversammlung verabschiedet werden.
  • An der Wettbewerbsjury für den Neubau des Geländes müssen Anwohner*innen und ehemalige Esso-Häuser-Mieter*innen maßgeblich beteiligt sein.
  • Die PlanBude muss bis zur Fertigstellung des Neubaus als BauBude eine Informationszentrale für den Stadtteil und eine begleitende Bauaufsicht aus der Perspektive der Bewohner*innen sein. Dafür müssen weiterhin Mittel zur Verfügung gestellt werden.

Für eine selbstbestimmte Stadtteilentwicklung von unten haben Wunschproduktion und PlanBude Modellcharakter! Nicht nur für St. Pauli, sondern auch für zukünftige Projekte in Hamburg und überall!

St. Pauli selber machen möchte darüber hinaus allen Mitgliedern der Initiative Esso-Häuser sowie der PlanBude zurufen: Danke für euren Einsatz! Ihr seid großartig! Weiter so – wir unterstützen euch.

St. Pauli, 27. April 2015

St. Pauli selber machen – Die Zeitung

Die erste Ausgabe der neuen Stadtteilzeitung von St. Pauli selber machen ist erschienen und liegt vielfältig im Stadtteil aus.
Hier ein Artikel über die Zeitung:
http://st.pauli-news.de/st-paulianer-wollen-zeitung-selber-machen/

Demnächst gibt es die Zeitung als PDF auf der Homepage:
www.st-pauli-selber-machen.de

Das erste offene Redaktionstreffen für die zweite Ausgabe der Stadtteilzeitung findet am 06.05.2015 um 19.30 Uhr statt. Ihr findet uns im Büro, Am Brunnenhof 38 (klingeln bei Pastor Morche).

St. Pauli selber machen! Jeden 1. Montag im Monat: Mo, 04.05., 19.30h

Jedem 1. Montag im Monat findet nun der offene Stadtteiltreff „St. Pauli selber machen“ statt.

Nächster Termin:
04.05.2015, 19:00 Uhr, Centro Sociale
http://www.centrosociale.de/hinfinden

Ladet Eure NachbarInnen ein, bringt FreundInnen mit!
Kommt alle.

Save the date – nächste Stadtteilversammlung am 14.6.2015

Die nächste Stadtteilversammlung kommt bestimmt … und zwar am 14.6.
Weitere Infos dazu folgen demnächst. Aber den Termin könnt ihr schon mal im Kalender blocken.

Demonstration: Recht auf Stadt – never mind the papers, 1.05, 14 h

Demonstration: Recht auf Stadt – never mind the papers!
Samstag, 31.1.2015
13 Uhr | Landungsbrücken

Kommt zur Demo! Und bringt eure Freund*innen mit!

+++ hinkommen! weitersagen! +++
Nur noch wenige Tage bis zur großen “Recht auf Stadt – Never mind the papers”-Demo! Sagt noch einmal allen euren Freund*innen Bescheid und bringt sie mit!
Wir sehen uns Samstag um 13.00 Uhr an den Landungsbrücken!
Recht auf Stadt – never mind the papers!

Aus dem Demo-Aufruf:

Am 1. Mai sehen wir uns alle wieder auf der Straße. Auch der neue rot-grüne Senat wird weiter abschieben, die Ankündigung einer dezentralen Unterbringung von Geflüchteten bleibt extrem vage und minderjährige Geflüchtete sollen künftig in einer eigenen „geschlossenen Einrichtung“ eingesperrt werden können. Die Gruppe Lampedusa in Hamburg wird im Koalitionsvertrag nicht mal erwähnt. Wie schon vor eineinhalb Jahren schlägt der Senat erneut eine Einzelfallprüfung vor und würde das am liebsten auch noch als politische Lösung verkaufen. Die Grünen haben ihre Wahlversprechen gebrochen. Spätestens jetzt muten ihre flüchtlingspolitischen Forderungen wie billiger Stimmenfang an. Für unsere Vision einer Stadt für alle vertrauen wir letztendlich allein auf die Kraft unserer Solidarität. Auch das wollen wir an diesem Tag deutlich machen und auf die Straße bringen.
[…]

Den kompletten Aufruf und viele weitere Infos finden sich unter:
http://nevermindthepapers.noblogs.org/

————————

Und hier noch ein Demo-Aufruf des „Grauen Blocks“:

TROTZDEM RAUSGEHEN!

Der erste Mai ist ein Datum mit einem Problem. Die ureigenen Adressaten werden nämlich immer weniger. War es historisch immer/meistens/oft/überschaubar/wenig/immer-schon-null eine Angelegenheit für diejenigen, deren starker Arm die Räder zum Stillstand bringt – so sind es inzwischen eigentlich nur die Lokführer und ausgerechnet die Piloten, die noch old school agieren können. Ein nicht unwesentlicher Rest sind Freiberufler mit 60 Stunden Wochen, sog. Langzeitarbeitslose, Kreative am Rande des Existenzminimums, Zeitarbeiter und die, die wissen, dass wenn sie aufmucken, es hunderte gibt, die ihren Job ohne aufzumucken machen. Wozu also noch auf den ersten Mai gehen?

Mal versuchen das ohne Pathos zu beantworten:

Weil sich die Bedingungen verschärft haben, perfider wurden und auch eine ganze Menge zeitgenössischer neuer Gründe dazu gekommen sind. Ansonsten aber alles so ist, wie es immer war. Kapitalismus mit allen ekelhaften Auswüchsen die er so mit sich bringt.

Deshalb ruft der Graue Block auch in diesem Jahr dazu auf, morgen den Popo nach draußen zu bewegen. Es gibt drei Möglichkeiten das zu tun. Von einer der einen raten wir dringend ab, an zweien werden wir uns beteiligen:

Der Never mind the Papers- Manifestaction ab 14:00 Uhr Millerntorplatz, und

der Revolutionäre Demo ab 18:00 Uhr Feldstraße

Meeting Point ist wie üblich, graue Fahne, schwarzer Stern.

See y’all!

Vorführtermine von „buy buy st. pauli“ im Mai

Der Dokumentarfilm über die Esso-Häuser läuft weitere Male im Mai
05.05.15 | 20 Uhr | ABATON Kino
07.05.15 | 22:00 Uhr | B-Movie
16.05.15 | 18:00 Uhr | B-Movie
Weitere Termine unter:
http://www.buybuy-stpauli.de/termine/

Flohmarkt auf dem Hein-Köllisch-Platz, 16.5.

Sa. 16. Mai 10:00-16:00
Flohmarkt auf dem Hein-Köllisch-Platz
Aufbau ab 9:00 | Abbau bis 17:00

Alle, die einen Stand aufbauen möchten, können sich ab sofort in der GWA anmelden (Tel: 410988739, info@gwa-stpauli.de).
Standgebühr: 5,- EUR oder ein selbst gebackener Kuchen.

St. Pauli Roar – Solidaritätsespresso von Fans und Stadtteilinitiativen

Seit 2012 gibt es nun schon diesen Solidaritätsespresso. Das Projekt von Cafe Libertad Kollektiv wird in Zusammenarbeit mit Fans und Stadtteilinitiativen organisiert um antirassistische Fanprojekte, politische Stadtteilarbeit auf St. Pauli und die Frage um das Recht auf Stadt zu fördern.

Der Kaffee wird pestizidfrei angebaut und solidarisch gehandelt. Oppositionelle Gruppen in den Produktionsländern werden mit 40 Cent pro kg unterstützt, darüber dienen weitere 2 Euro pro kg der Förderung antirassistischer Fanprojekte, politischer Stadtteilarbeit und der Auseinandersetzung um Recht auf Stadt..

Weitere Infos zum Solidaritätsespresso gibt es hier:
http://stpauliroar.blogsport.de/
Facebook-Auftritt: https://www.facebook.com/SanktPauliRoar

Beziehen könnt ihr den Kaffe z.B. in der GWA St. Pauli oder an folgenden Verkaufsstellen:
http://stpauliroar.blogsport.de/verkaufsstellen/
oder online unter:
http://www.cafe-libertad.de/shop/kaffee/espresso/1910-st-pauli-roar.html

St. Pauli Bad soll sonntags geschlossen werden

St. Pauli Bad soll sonntags geschlossen werden.
Nutzer protestieren gegen neueste Bäderland-Sparmaßnahme.
Protest von Nutzern des St. Pauli Schwimmbads: Das Bad an der Budapester Straße soll ab dem 10. Mai sonntags für die Öffentlichkeit geschlossen bleiben. Gegen diese Entscheidung der Bäderland Hamburg GmbH ziehen die Schwimmer jetzt zu Felde, sammeln Unterschriften für den Erhalt der Sonntagsöffnungszeiten.
[…]
Nach Auskunft des Schwimmbad-Personals seien sonntags regelmäßig 200 bis 200 Menschen im Bad. Gerhard fürchtet: „Das Bad schreibt schwarze Zahlen. Wenn jetzt die Sonntagsschwimmer abgezogen werden, könnte das Bad wieder in die roten Zahlen rutschen. Damit werden die Voraussetzungen für eine endgültige Schließung geschaffen.“
Eines ärgert die beiden Schwimmerinnen Elisabeth Richow und Barbara Gerhard besonders. Richnow: „Das passiert im Jahr der Olympia-Bewerbung! Da krieg ich einen ganz dicken Hals!“

http://www.elbe-wochenblatt.de/altona/lokales/warum-laesst-man-uns-nicht-mehr-sonntags-schwimmen-d35048.html

Kommentare geschlossen.