StPauliSelberMachen-Express vom 18.02.16

VERSCHOBEN: Filmabend zu Stadtentwicklung im Kölibri, jetzt am 04.03., 19 Uhr, Kölibri

Eigentlich wollte die GWA St. Pauli am Freitag dem 19.02. ab 19 Uhr
Filme zum Thema Stadtentwicklung im Kölibri zeigen. Dieser Termin ist
wegen der aktuellen Ereignissen und der Demo morgen (siehe Punkt 2)
abgesagt bzw. verschoben worden. Der Filmabend findet jetzt am
Freitag, 04.03.16 um 19 Uhr im Kölibri statt.

Wir wollen es uns mit Sofas und Popcorn gemütlich machen. Wer Lust hat,
kann sich nach den Filmen am Tresen bei ein paar Getränken noch darüber
austauschen. Würde uns freuen, möglichst viele von euch dort zu treffen!

19:00 Uhr: Göttliche Lage (D 2013, 104 min)
21:00 Uhr: Boomtown St. Georg (D 2015, 87 min)

Die alten Nachbar_innen werden immer weniger? Die Mieten immer höher?
Dieser Vorgang wird „Gentrifizierung“ genannt und bedeutet in etwa
„Verdrängung durch Aufwertung“.
Wie Verdrängungsprozesse ablaufen und was das für Stadtteile und
Nachbar_innen bedeutet, zeigen die Filme „Göttliche Lage“ und „Boomtown
St.Georg“, die wir gemeinsam mit euch in gemütlicher Sofa-Atmosphäre mit
Popcorn angucken wollen.

„Göttliche Lage“ dokumentiert den Strukturwandel eines Gebietes in
Dortmund vom Stahlwerksgelände zum Luxusquartier und die drohende
Verdrängung der Anwohner_innen.
http://www.goettliche-lage.de/

„Boomtown St. Georg“ zeigt eine ähnliche Entwicklung im Hamburger
Bahnhofsviertel. Der Film fragt: gehört die Stadt den Menschen, die das
Leben in ihr gestalten oder den Eigentümern, die die Grundstücke und
Häuser besitzen?
http://www.boomtown-stgeorg.de/trailer.html

Eine Veranstaltung der GWA St. Pauli in Kooperation mit der
Rosa-Luxemburg-Stiftung HH, Asta HAW HH und BUKO (Bundeskoordination
Internationalismus)
Gefördert von der Landeszentrale für politische Bildung.
http://www.gwa-stpauli.de/veranstaltungen/veranstaltungen/newsdetails/archive/2016/february/article/filmabend-mit-goettliche-lage-und-boomtown-st-georg.html?tx_ttnews[day]=19&cHash=9e99004d52603d70a890dfb0e37ae4b5

oder als Facebook-Veranstaltung:
https://www.facebook.com/events/981876708555771/

Soli-Demo für Pudel, Park Fiction und Kofi, 19.2., 20:30 Uhr

Mit Grafiken gestalteter Demoaufruf unter:

Unsere Ruine kriegt ihr nicht! Demonstration: Freitag 19. Februar 2016, 20:30 Uhr

Unsere Ruine kriegt ihr nicht!
Solidarität mit dem Golden Pudel Club und Park Fiction

In der Nacht von Samstag auf Sonntag stand der Golden Pudel Club in
Flammen. Der Dachstuhl ist zerstört. Auch das improvisierte Heim eines
obdachlosen Refugees verbrannte, mitsamt seinen Papieren. Das Park
Fiction Archiv im Obergeschoss ist zu großen Teilen löschwasserdurchnässt.

Die Tat (im Club waren über Hundert Gäste) sowie der Zeitpunkt (wenige
Wochen vor der Zwangsversteigerung, zwei Tage nach Ankündigung des
Pudels, den Club in eine Stiftung überführen zu wollen) – beides wirft
Fragen auf. Zufall? Idiotie? Berechnung?

Dies wäre nicht der erste Versuch auf St. Pauli, investitionshemmende
Nutzer*innen mit Feuer zu vertreiben. Falls jemand die Situation zu
nutzen gedenkt: Seid gewarnt, Geldsäcke!

Dieser Knochen ist zu groß für euch.

Denn wir werden dort nichts anderes zulassen, als:

1.) den Original Pudel, dort wo er ist,

2.) Gebäude & Grundstück dauerhaft unkommerziell abgesichert,

3.) oben ein aktiver Ort für tagsüber, für die Nachbarschaft, für
unverständliche Kunst, für Pudel Booking, Diskussionen, für Park Fiction
Archiv, Recht auf Stadt-Angelegenheiten und Subkulturen. Zum Beispiel.

Denn so war der Ort immer geplant – als Gesamtgefüge aus Park und Pudel.
Dafür haben wir seit 1995 erfolgreich zusammen gekämpft. Und das werden
wir wieder tun. Die angebrannte Hundehütte ist umgeben von ruinierten
Gastronomie-Ambitionen im gehobenen Kundensegment. Alle sind
gescheitert. Euch würde es noch schlimmer ergehen.

Und dann noch das: Es ist ein Drama, dass unser Nachbar Kofi von
Abschiebung bedroht ist. Er wohnte im jetzt verbrannten Zelt im Park,
meldete sich nach dem Brand als Zeuge. Tags drauf wurde er verhaftet,
soll abgeschoben werden. Das ist ein Skandal. Und nährt Zweifel an der
Gründlichkeit der polizeilichen Ermittlungen.

In Hamburg rannte schonmal ein Mann 10 Meter ohne Kopf. Der Pudel lebt
auch ohne Dach. Er wurde schon immer von Liebe zur Musik, krudem Humor,
tanzenden Füßen, Postern ohne Informationsgehalt und Philosophie am
Tresen zusammengehalten. Pudel sind nicht nur lustig und schön, sie
können auch beißen.

Demonstration: Freitag 19. Februar 2016, 20:30 Uhr

ab: FC St. Pauli, Südkurvenvorplatz, zum: Golden Pudel Club / Gezi Park
Fiction

Grrrrrrrrrrrr!

Unterstützt von Park Fiction Komitee, USP, Zeckensalon und weiteren
Nachbar*innen, Fangruppen des FC St. Pauli und Kultur- &
Stadtteilinitiativen.

Refugee Conference in HH vom 26.-28.2. – Unterstützung und Geld benötigt!

Vom 26. bis 28. Februar findet die von diversen Refugee-Gruppen
organsierte INTERNATIONAL CONFERENCE OF REFUGEES & MIGRANTS statt.
Mehrer Hundert von Flucht betroffene Menschen werden sich über ihre
Situation austauschen; Strategien gegen Rassismus und Sexismus, gegen
die herrschende Asylpolitik Europas und Strategien zur
Selbstorganisierung und Vernetzung werden die großen Themen sein. Und
diverse andere. Podiumsdiskussionen, Workshops, Ausstellung, Konzert,
Party, gutes Essen, praktische Tipps und Aktionen, Kids Space,
Frauen-Space etc.

Statt der erwarteten 800 Teilnehmer*innen haben sich inzwischen schon
mehr als 1000 Teilnehmer*innen online registriert und wieviele spontan
kommen werden, ist nicht klar.

Damit die Konferenz gut über die Bühne gehen kann, braucht es noch viele
viele Helfer_innen. Hier findet ihr eine detaillierte Aufstellung, wo
noch Hilfe benötigt wird. Aber jenseits des Mitanpackens am
Konferenz-Wochenende braucht es auch noch den schnöden Mammon. Wer also
den einen oder anderen Euro übrig hat und ihn sinnvoll investieren will,
der kann das hier tun:
https://www.nordstarter.org/refugeeconference

—- Hier braucht es eure Hilfe! —-

SCHLAFPLÄTZE: Dringend! Wenn ihr privat welche anbietet oder Orte wisst,
an denen mehrere Schlafplätze organisiert werden können z.B. für Gruppen
oder Familien, übernehmt gerne Verantwortung und kümmert euch darum dass
diese Plätze zur Verfügung stehen. Ideal wäre es, wenn ihr die Menschen
unterstützen und evtl begleiten könnt: Wie sie von dort zu Kampnagel
kommen, dass sie einen Stadtplan haben und wissen wo die nächste Bahn-
oder Bus-Station ist, dass sie evtl. Essen bekommen oder sich selber was
kochen können. Bitte meldet eure Schlafplätze unter:
conference.hamburg@riseup.net

ÜBERSETZER*INNEN: Wir brauchen noch Leute die übersetzen können von
Englisch in alle Sprachen, insbes. Arabisch, Farsi, Romanese, Somali,
Tigrinya… und mehr! Bitte melden unter:
conference.hamburg@riseup.net

KIDS SPACE: Wenn ihr eine oder mehrere Schichten bei der Kinderbetreuung
übernehmen könnt, meldet euch unter:
rotznasenanarchies@riseup.net

KOCHEN: Wenn ihr beim kochen und schnippeln helfen könnt oder an dem
Wochenende Essensspende habt oder Lust habt Supermärkte anzuschreiben
und Spenden zu organisieren und zu transportieren, meldet euch unter:
conference.hamburg@riseup.net

TRANSPORT: Wenn ihr ein Auto habt um Dinge oder Menschen zu
transportieren oder wenn ihr Zeit habt Menschen mit den öffentlichen
Verkehrsmitteln zu begleiten, meldet euch unter:
conference.hamburg@riseup.net

INFOPOINT: Wenn ihr Schichten am Infopoint machen könnt, meldet euch
unter: conference.hamburg@riseup.net

Wenn ihr sonst irgendwas beitragen könnt, meldet euch unter:
conference.hamburg@riseup.net

HELFT MIT UM DIE BISHER GRÖßTE KONFERENZ VON GEFLÜCHTETEN FÜR
GEFLÜCHTETE IN EUROPA ZU VERWIRKLICHEN!!

Infos zur Konferenz unter:
http://refugeeconference.blogsport.eu/

Schanzenhof: Veranstaltung und Gegendarstellung

Der Unterstützer_innen-Kreis Schanzenhof-Ini lädt zur Info- und
Mobilisierungsveranstaltung am 25.02.16 in Jesus Center (Schulterblatt 63)
Themen werden sein
Gentrifizierung / Widerstand im Schanzenviertel
Berichte von betroffenen Mieter*innen
Bisherige und geplante Aktionen
Diskussion und Austausch
Dazu gibt es eine kleine Ausstellung über die Entwicklung Schanzenhof /
Schanzenviertel.

Flugblatt zum Ausdrucken / Weiterverteilen findet ihr unter:
http://schanzenhof.info/offenes-treffen

Ausserdem hat der Schanzensterns eine Gegendarstellung zu den
Presseäußerungen von Herrn Behrmann veröffentlicht. Diese findet ihr unter:

Gegendarstellung Behrmann/Schanzenstern

Erklärung von SPsm zum Schanzenstern vs. Fritz im Pyjama Hotel

Verdrängung bleibt Verdrängung!
Fritz im Pyjama Hotel vs. Schanzenstern:
So geht’s nicht.

Hamburg, 08.02.2016: Die Aufregung um die Kündigung der Gewerbemieter im
Schanzenhof ist zu Recht groß. Die Gebrüder Schommartz zerstören das auf
Vielfalt bedachte ehemals städtische Projekt, indem sie der
Drogenberatungsstelle Palette, dem Hotel/Bio-Restaurant Schanzenstern,
einer Kultur-Etage und einer Boxschule kündigten. Wieder sollen
langjährige Gewerbemieter aus der Schanze verschwinden. Besonders
irritierend ist die Kündigung des Schanzensterns, der sich über die
Miethöhe bereits mit dem Eigentümer einig war. Seine Fläche soll von
einer Filiale des Fritz im Pyjama Hotels übernommen werden.
[…]

Die komplette Erklärung findet ihr unter:

Verdrängung bleibt Verdrängung! Fritz im Pyjama Hotel vs. Schanzenstern: So geht’s nicht.

Erklärung von SPsm zu Razzia in der Hafenvokü

Auch zur Razzia in der Hafenvokü am 4.2.16 hat sich St. Pauli selber
machen geäussert:

[…]

Dass nun auch die VoKü als wichtiger Ort für unterschiedliche Menschen,
der auch Refugees stets willkommen heißt, ohne rechtliche Grundlage
gezielt durchkämmt wurde, ist alarmierend und reiht sich ein in eine
verschärfte Konfrontation und zunehmende rassistische Kontrollen in
letzter Zeit seitens der Hamburger Polizei. Die Vermutung liegt nahe,
dass sie gerade auch dem neuen Innensenator Andy Grote in aller
Deutlichkeit demonstrieren will, wer in dieser Stadt das Sagen hat.

Es sei auch daran erinnert, dass bis heute keiner der Verantwortlichen
für das verfassungswidrige Gefahrengebiet vom Januar 2014 zur
Rechenschaft gezogen worden ist. Im Gegenteil, Hardliner Hartmut Dudde
wurde im vergangenen Jahr noch mit dem Posten des Leiters der Direktion
Einsatz belohnt.

Das Mindeste, was man vom neuen Innensenator erwarten kann, ist, dass er
in der Polizeiführung kräftig ausmistet.

Ganz gleich jedoch, ob dies geschieht oder nicht: Die St.
Paulianer*innen werden von ihrer Unterstützung für Geflüchtete keinen
Millimeter abweichen.

Schluss mit den rassistischen Kontrollen rund um die Hafentreppe und
anderswo!

Komplette Erklärung unter:

Erklärung zur Razzia in der Hafenstraße vom 4.2.2016:

Positionspapier von Recht auf Stadt zum Streit um den geplanten Wohnungsbau für Flüchtlinge

Im Streit um den geplanten Wohnungsbau für Flüchtlinge hat sich nun auch
das Plenum der Recht auf Stadt Vernetzung zu Wort gemeldet:

Migration findet Stadt. Gegen die Hysterie – für eine andere Planung
10 Punkte zur Kritik am derzeitigen Notstandsurbanismus und warum RaS
einen „Volksentscheid gegen Großunterkünfte“ für Flüchtlinge für falsch
hält:

Das 10-Punkte Positionspapier findet ihr hier:
http://rechtaufstadt.net/recht-auf-stadt/migration-findet-stadt-gegen-die-hysterie-fuer-eine-andere-planung

Auch St. Pauli selber machen unterstütz dieses Papier.

Presseinfo RW Karo: Klima der Angst? Helfer in Not – helfen oder schweigen

Presseinfo von Refugees welcome Karoviertel
13. Februar 2016

Klima der Angst?
Helfer in Not – helfen oder schweigen

In persönlichen Gesprächen, aber auch im Kontakt mit den Medien ist für
uns eins offensichtlich geworden: Ehrenamtliche vor Ort trauen sich
nicht Missstände öffentlich zu machen, weil sie befürchten dass ihnen
der Zugang zu den Einrichtungen verwehrt wird. Angestellte der Stadt
oder der Einrichtungen müssen mit arbeitsrechtlichen Konsequenzen und
Druck „von oben“ rechnen.

Aktuelle Vorkommnisse haben gezeigt: Mängel in der Flüchtlingsbetreuung,
speziell an Zentralen Erstaufnahmen, werden erst wahrgenommen wenn ein
Unglück passiert.

Der einzige Weg für uns ist der über die Presse an die Öffentlichkeit,
immer mit der Vorgabe „unsere Informanten zu schützen“. Dieses
„unangenehme Klima der Angst“ (Zitat einer fassungslosen
Medienvertreterin) nehmen wir nicht mehr hin.

Es muss eine Möglichkeit geschaffen werden diese „Un-Kultur des
Schweigen“ zu durchbrechen. Es muss eine Möglichkeit geschaffen werden
Missstände nach außen zu tragen, ohne dass mit Hausverboten oder
Einschränkung der freiwilligen Tätigkeit gerechnet werden muss.

Wir als Initiative RWKaro sehen es als unabdingbar an, dass

• es eine behördenunabhängige Beschwerdestelle gibt, an die sich
Geflüchtete, Mitarbeiter, Helfer wenden können und bei der ihnen
absolute Anonymität zugesichert wird.

• die Information darüber dass es diese Möglichkeit gibt muss in allen
Einrichtungen – nicht nur ZEA- sondern auch Folgeunterkünfte in den
wichtigsten Sprachen öffentlich zugänglich ausgehängt werden

• die Beschwerdestelle muss die Möglichkeit haben auch vor Ort bei
unangekündigten Besuchen persönlich den Dingen nachzugehen, um nicht auf
die Rückmeldung der Betreiber angewiesen zu sein – und sollte auch die
Möglichkeit haben darauf zu wirken/anzuweisen Missstände abzustellen

• wie diese „Ombuds-/Mediationsstelle“ zusammengesetzt sein muss und wer
dafür in Frage kommt muss in einem offen Dialog zwischen
Sozialverbänden, Flüchtlingsinitiativen, Geflüchteten, Trägern und der
Stadt besprochen werden

Wer mag, hier gibt es die Presseinfo online auf Facebook. Sonst leider
nicht online verfügbar:
https://www.facebook.com/refugeeswelcome20357/posts/601763503307041

Bunkeraufstockung in der Feldstraße weiterhin umstritten

Die Auseinandersetzung um den Bunker an der Feldstraße ist weiterhin am
Laufen. Folgender Artikel im St. Pauli Blog fasst den Stand der Dinge
ganz gut zusammen.

Außerdem sei verwiesen auf die Webseite der Feldbunker-Initiative die
sich gegen die Bunkeraufstockung engagiert:
http://feldbunker.de/

Bunker: Politik will bis April entscheiden

Der Bauantrag zur geplanten Bunker-Aufstockung wird derzeit geprüft.
Streit über Genehmigungsverfahren und weitere öffentliche Anhörung.
http://st.pauli-news.de/tageslicht/bunker-politik-will-bis-april-entscheiden/

St. Pauli selber machen! Jeden 1. Montag im Monat: Mo, 07.03., 19.30h

Jedem 1. Montag im Monat findet nun der offene Stadtteiltreff „St. Pauli
selber machen“ statt.

Nächster Termin:
07.03.2016, 19:30 Uhr, Centro Sociale, Sternstr. 2
(Wegbeschreibung: http://www.centrosociale.de/hinfinden)

Ladet Eure NachbarInnen ein, bringt FreundInnen mit!
Kommt alle.

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