Wir über uns

St. Pauli selber machen ist eine Plattform für Alle, die den Stadtteil solidarisch gestalten wollen. Wir greifen die Themen auf, die den Stadtteil beschäftigen und setzen uns gemeinsam für Veränderungen ein, die den Bedürfnissen der Menschen entsprechen, die hier wohnen. Damit St. Pauli ein lebenswerter Stadtteil bleibt, in dem unterschiedlichste Lebensentwürfe ihren Ort finden – was auch bedeutet, dass Leben und Wohnen bezahlbar bleiben muss.

Denn wir beobachten im Stadtteil in den letzten Jahrzehnten massive Veränderungen in die entgegengesetzte Richtung: St. Pauli ist zu einem Investitionsstandort für Immobilien und Kreativwirtschaft geworden. Dies ging und geht einher mit dem Bau von hochpreisigen Immobilien, der Umwandlung von Miet- in Eigentumswohnungen, neuen Hotels und steigenden Wohn- und Gewerbemieten. Diese Entwicklung führt zur Verdrängung derjenigen, die sich das nicht mehr leisten können und zur Zerstörung von sozialen und kulturellen Netzwerken. Der Ausbau St. Paulis als Tourismusstandort und die Eventisierung durch Schlagermove, Harley- und Cruise Days usw. tragen zur Kommerzialisierung bei. Diese Veränderungen werden von der Politik unterstützt und vorangetrieben durch Maßnahmen wie der Privatisierung öffentlicher Räume und der Einrichtung eines „Business Improvement District Reeperbahn“, welches die Gestaltung einen zentralen Teils St. Paulis ausschließlich kommerziellen Interessen überlässt. Privatisierung und Kommerzialisierung gehen oftmals auch mit Versicherheitlichung und der direkten Verdrängung von Wohnungslosen oder anderen unverwertbaren Personen einher. Die Einrichtung von Gefahrengebieten schließt an diese Tendenzen an und setzt sie als gebündeltes polizeiliches Maßnahmenpaket um.

Selber machen!

Wir wollen dagegen in einem Stadtteil leben in dem die Bewohner_innen zählen und nicht Besucher_innenzahlen und Renditeerwartungen. In dem der öffentliche Raum von Allen genutzt werden kann und sich alle leisten können, zu wohnen. Dabei knüpfen wir an eine lange Tradition von Protestkultur in St. Pauli an: Hafenstrassenhäuser, Jägerpassage, Hafenkrankenhaus, Park Fiction, Centro Soziale und Esso Häuser machen deutlich, dass Protest sich lohnt. Wir wollen uns auch weiterhin nicht von Politik und Verwaltung vorschreiben lassen, wie St. Pauli sich entwickeln soll. Wir wollen auch nicht „beteiligt werden“, sondern selber machen!

Ganz konkret:

Wir setzen uns gegen Verdrängung und Kommerzialisierung ein, vernetzen uns und entwickeln gemeinsam unsere Idee von Stadt. In verschiedenen Initiativen und Arbeitsgruppen setzen wir uns konkret dafür ein, dass der Stadtteil von seinen Bewohner_innen selbst bestimmt und gestaltet wird. Für uns heißt St. Pauli Widersprüchlichkeit, Unterschiedlichkeit und Kleinteiligkeit miteinander zu leben.

Und wir wünschen uns, dass noch mehr Menschen Lust haben dazuzukommen und miteinander St. Pauli selber machen! Denn je mehr wir sind, desto mehr können wir auch erreichen!

Wir treffen uns jeden ersten Montag im Monat um 19.30h zum offenen Treffen, zu dem ihr herzlich eingeladen seid. In ungeraden Monaten sind wir im Centro Sociale (Sternstraße 2), in geraden Monate im Kölibri am Hein-Köllisch-Platz.

Mach mit, wenn du dich fragst, wie es mit St. Pauli weitergehen soll!
Mach mit, wenn du ganz konkret etwas verändern willst!

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