Allgemein

ES GEHT VORAN! Serie zur Neubebauung des Essohäuser-Areals: #1 Sozialwohnungen

Die Neubebauung des Essohäuser-Areals ist ein Meilenstein in der Stadtplanung: In der PlanBude, hervorgegangen aus der Stadtteilversammlung im Februar 2014, haben die St. Paulianer*innen über Monate ein Konzept zusammengetragen, das zum Stadtteil passt.

Im Sinne des „St. Pauli Codes“ (die Kurzfassung ist auf einem der Bilder dargestellt) verhinderten sie Eigentumswohnungen und sorgten für 8.700 Quadratmeter bezahlbare Wohnungen. Bayerische Hausbau, Bezirk Mitte und PlanBude einigten sich im Mai 2015 auf folgenden Schlüssel für die Gesamt-Wohnungsfläche von 14.800 Quadratmetern:

1. Klassische Sozialwohnungen (im 1. Förderweg geförderter Wohnungsbau):
5.700 Quadratmeter, das sind 38,5 Prozent der Wohnungsfläche. Diese Wohnungen werden zu Kaltmieten von 6,20 Euro vermietet.

2. Bezahlbare Wohnungen durch Baugemeinschaften, weil förderfähig:
3.000 Quadratmeter, oder 20 Prozent der Wohnungsfläche.

3. Freifinanzierter Wohnungsbau, also Wohnungen zu „Marktpreisen“:
6.100 Quadratmeter, oder 41,5 Prozent der Wohnungsfläche.

Angesichts der Tatsache, dass bis 2021 knapp die Hälfte aller derzeitigen Sozialwohnungen auf St. Pauli aus der Sozialbindung fallen, ist dieser Plan auch bitter nötig.

Wo in dem Bau-Ensemble die drei verschiedenen Blöcke angesiedelt sind, könnt ihr auf dem Bild sehen.

Esso-Neubebauung von der Kastanienallee aus gesehen.

Esso-Neubebauung von der Kastanienallee aus gesehen.

Diese Details werden demnächst in einem städtebaulichen Vertrag festgeschrieben. Der wird zum Maßstab für jede weitere Großplanung auf St. Pauli werden, denn wie der heutige Innensenator Andy Grote (damals noch Bezirksamtsleiter Mitte) und Bauderzent Bodo Hafke 2015 öffentlich vor laufender Kamera bekräftigten: „In Zukunft gilt der St. Pauli Code für alle künftigen Bauvorhaben auf St. Pauli.“

Hier noch mal der St. Pauli Code in der Kurzfassung:

Der St. Pauli Code

Der St. Pauli Code

Die dritte Ausgabe der St. Pauli Stadtteilzeitung

Rechtzeitig vor der 5. Stadtteilversammlung im November 2016 erschien die 3. Ausgabe der Stadtteilzeitung.

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Zahlreiche Exemplare sind bereits auf der Stadtteilversammlung verteilt worden, aber wir sorgen natürlich auch dafür, dass ihr sie in Läden, Kneipen und Bars auf und um St. Pauli finden könnt.

Falls ihr kein Exemplar ergattern konntet, könnt ihr euch die 3. Ausgabe der St. Pauli Stadtteilzeitung hier runterladen.

Vielen Dank an die Redaktion der Stadtteilzeitung und an alle irgendwie Beteiligten, sowie der steg für die finanzielle Unterstützung.

Wenn ihr Interesse daran habt, euch in das Projekt Stadtteilzeitung einzubringen, findet ihr weitere Informationen auf Facebook.

5. große Stadtteilversammlung St. Pauli

Foto von der 5. Stadtteilversammlung St. Pauli

Wow, das war eine Stadtteilversammlung: volles Haus im Ballsaal. Die anwesenden St. Paulianer*innen verabschiedeten gestern Forderungen, die wir hier zusammenfassen zur

2. Ballsaal Resolution

Die Stadtteilversammlung St. Pauli erklärt:

1. St. Pauli steht für lokale wie globale Solidarität ein. Menschen jeder Herkunft, die hier gemeinsam mit allen ein freies Leben ohne Diskriminierung und Repression finden wollen, sind jederzeit willkommen.

2. Keine Belagerung des Stadtteils durch Polizei und Sicherheitsdienste – G20-Gipfel absagen!

3. Sollte der G20-Gipfel dennoch stattfinden, werden die Bewohner*innen von St. Pauli zeigen, dass es Alternativen zur angeblich alternativlosen globalen Marktlogik gibt.

4. Task Force Drogen auflösen, um den Weg für im Stadtteil erarbeitete Lösungen frei zu machen! Sie ist Teil des Problems, nicht der Lösung.

5. St. Pauli braucht einen Drogenkonsumraum mit medizinischem Angebot für die Drogengebraucher*innen, um ihre Lebenssituation und die Hausflure der Bewohner*innen zu entlasten.

6. Öffentlich geförderter Wohnraum muss neu gedacht werden: unbegrenzte Bindungsdauer – zum Beispiel durch genossenschaftliche oder gemeinnützige Lösungen wie eine Stiftung.

7. Das vorgesehene Stadtteilgewerbe in den neuen Esso-Häusern muss langfristig in seinen günstigen Mieten und seiner Vielfalt abgesichert sein. Die Rückkehr von ehemaligen Gewerbemietern an einen attraktiven Standort mit ausreichender Fläche muss von Bezirk und Investor mit unterstützt werden.

8. Die Stadt soll das Gebäudeensemble der Gewerbeschule G7 dem gemeinwohlorientierten Projekt „Wohlville Hamburg“ überlassen, um dort sozialen Wohnraum und Stadtteileinrichtungen zu schaffen. Die Planung dafür wird aus dem Stadtteil organisiert, die Umsetzung von der Stadt unterstützt.

Hamburg, den 27. November 2016

Dank an der FC St. Pauli für den Saal, das Soundsystem Alta Voz, die Kaffeeküche von St. Pauli Roar, den Pudel für die Ordner*innen und alle, die bei der Organisation wieder ihr Bestes gegeben!

Bild: Margit Czenki

Hier nochmal die 2. Ballsaal Resolution als Download (Format A3)

Außerdem gibt es ein Graphical Recording der Veranstaltung für alle, die leider nicht kommen konnten.

Nächste Stadtteilversammlung am 27.11.2016!

stadtteilversammlung_27-11-2016

St. Pauli selber machen – 5. Große Stadtteilversammlung am 27.11.2016 um 15 Uhr im Ballsaal des FC St. Pauli Stadion. Und darum wird es gehen:

Polizeikontrollen, Racial Profiling und die Task Force. Wie verhalten wir uns zur Militarisierung des Stadtteils und zu den massiven Übergriffen auf unsere Nachbarschaft?

OSZE + G20 in Hamburg. Was kommt auf uns zu, wie finden wir das und was können wir tun? (mehr …)

Sommer – Sonne – St. Pauli selber machen

Was ist los im Viertel? Was gibt es Neues? Was beschäftigt euch? Worüber habt ihr zuletzt mit eurer Nachbarin diskutiert und wollt es gerne weiter erzählen? Was wolltet ihr schon immer mal mitteilen?

Liebe Nachbar_innen:

Wir laden euch ein zum Kuchen essen, Kaffee trinken und zum Schnacken über alles, was gerade wichtig ist. Sonntag, 17.7. von 14-18 Uhr im Park Fiction.

Sommer - Sonne - St. Pauli selber machen

StPauliSelberMachen-Express vom 02.06.2016

Stadtteilkonferenz PlanBude, 05.06., 16-18h

Wie geht es weiter mit dem Esso-Häuser Neubau?

Im September 2015 hat die Jury entschieden: Einstimmig, mit
Unterstützung der StadtteilvertreterInnen aus ESSO-Initiative,
Mieter-Helfen-Mietern, SOS-St. Pauli und FC St. Pauli wurde der Entwurf
von den Büros NL und Bel gewählt. Die von der Planbude ermittelten
Ergebnisse aus dem Stadtteil wurden von diesen Büros am überzeugendsten
umgesetzt, ihr Modell setzt den St. Pauli-Code fort.

Auf dieser Grundlage wird jetzt der Hochbauliche Wettbewerb gestartet,
der festlegt, wie die neuen Esso-Häuser wirklich aussehen werden.

Aber was ist vom Siegerentwurf übrig geblieben? Wie sehen die Vorgaben
für Hotel und Gewerbe aus? Wie viele Sozialwohnungen sind geplant? Die
Anwohner haben sich vielfach Orte des Gemeinsamen gewünscht: Was ist aus
den Ideen von Stadtteilkantine, Fablab, offenen Werkstätten und
Experimentierräumen geworden? Wie steht’s um die Rückkehr von Molotow,
Planet Pauli, um Panoptikum und Kogge? Wie kann die geplante
Quartiersgasse zu einem neuen Stück St. Pauli werden? Anregend,
kommunikativ, nachbarschaftlich, mit Ecken und Nischen zum Verweilen und
Plauschen? Werden wir auf den Dächern Spielen, Klettern, Gärtnern oder
einfach nur den Sonnenuntergang genießen? Hat der Komplex das Zeug zum
neuen Lieblingsort?

Planbude stellt den überarbeiteten Entwurf vor und wird diesen vor dem
anstehenden Wettbewerb diskutieren. Kommt vorbei, informiert euch, sagt
eure Meinung, teilt eure Ideen.

05.06.2016 16-18h
Ganztagsschule St. Pauli (Bernard-Nocht-Str. 12)

Siehe auf bei Facebook:
https://www.facebook.com/events/800980320036718/

Kleine Stadtteilversammlung zu Drogenpolitik auf St. Pauli, 7.6., Kölibri

Kleine Stadtteilversammlung zum Thema:

Drogen auf St.Pauli und die Auswirkungen auf die Anwohner/innen

Wie ist die Situation für Euch?
Was können wir tun?
Was sollten wir fordern?
Wir laden Euch an dieser Stelle zu einem informellen Erfahrungsaustausch
ein.

Dienstag 7.6. um 19.30 Uhr
im Kölibri,
Hein-Köllisch-Platz 11+12
Gastgeber: Drogen AG St. Pauli

Diese kleine Stadteilrunde soll auch zur Themensammlung
für eine größere Veranstaltung im September dienen.

Siehe auf bei Facebook:
https://www.facebook.com/events/524122311107251/

Hoffest mit Brunch im Schanzenhof, 4.6., 16 Uhr

Folgender Text eines Flugblattes kursiert hier gerade im Viertel. Wir
dokumentieren ihn an dieser Stelle:

EINLADUNG ZUM HOFFEST MIT BRUNCH AM SAMSTAG,
4.6.16 UM 16:00 IM SCHANZENHOF!

Nach vielfältigen Aktionen soll an dem Tag der Schanzenhof bei einem
Brunch nach unseren Vorstellungen „verschönert“ werden. Material dafür
wird zur Verfügung gestellt!

Nach der feindlichen Übernahme durch den Investor Schommartz und dem
Betreiber Behrmann reißen die Schikanen nicht ab: Nun ist auch das Kino
3001 von der fristlosen Kündigung bedroht- Es wurden lebenslange
Hausverbote für Anwohner_innen und ehemalige/zukünftige
Mitarbeiter_innen des Schanzensterns ausgesprochen. Diese betreffen den
Hof sowie die umliegenden Straßen.

Gleichzeitig beugt sich die Drogeneinrichtung „Palette“ dem Druck des
Eigentümers und entlässt fristlos eine Mitarbeiterin, die sich an
Protestaktionen beteiligt haben soll. Wir werden auch mit dieser Aktion
dafür sorgen, dass Schommartz und Behrmann die Freude am Schanzenhof im
Halse stecken bleibt.
Wir freuen uns auf einen ereignisreichen Samstag!

Zusammenleben oder Abschieben? 10.06., ab 16 Uhr, HAW
Veranstaltung des Bündnisses Stadt des Ankommens

1.000 „Rückführungen“ im ersten Vierteljahr 2016, davon 270
Abschiebungen. Ist das die Ankommenskultur, von der in Hamburg und
darüber hinaus so oft die Rede ist?

Zusammenleben oder Abschieben?
Veranstaltung des Bündnisses Stadt des Ankommens
Freitag, 10. Juni 2016, 16.00 – 19.30 Uhr
Abendprogramm: 20.00 – 22.00 Uhr
Hochschule für Angewandte Wissenschaften HAW – Department Soziale Arbeit
Alexanderstraße 1, 20099 Hamburg

Sicherheit und Perspektiven hier bleiben zu können sind für Geflüchtete
ganz wesentliche Voraussetzungen für ein gelingendes und
gleichberechtigtes Zusammenleben. Doch die Situation der hier
angekommenen Menschen ist in den letzten Monaten immer schwieriger
geworden, insbesondere, seitdem Geflüchtete u.a. in die Türkei zurück
gedrängt werden. Viele müssen mit Abschiebungen rechnen, viele haben
Sorge um ihre Angehörigen, die in Idomeni oder der Türkei festgesetzt sind.
Wir sehen uns daher gerade jetzt aufgefordert, die Lage derjenigen
Menschen ins Licht zu rücken, die abgeschoben werden oder denen die
Rückführung in angeblich „sichere Herkunftsländer“ droht, aus denen sie
erst kurz zuvor geflüchtet sind.
Im Interesse einer solidarischen Willkommenskultur, einer gerechten
Stadt und eines gelingenden und emanzipatorischen Zusammenlebens können
und wollen wir dazu nicht schwei-gen. Wir laden deshalb zu einer
Veranstaltung ein, in der die Perspektive der Menschenrechte im
Mittelpunkt steht und aus der Sicht von Betroffenen, Beteiligten,
Politik und Kultur betrachtet wird.

Das Bündnis Stadt des Ankommens hat sich im Herbst 2015 gebildet.
Engagiert sind darin Akteur*innen aus Flüchtlings- und
Stadtteilinitiativen, Kirche, Wissenschaft und Gewerkschaften. Am 11.
Dezember 2015 wurde eine erste Konferenz unter der Überschrift „Hamburg
– Stadt des Ankommens“ mit 300 Teilnehmer*innen durchgeführt. Im
Mittelpunkt stand dabei die Frage, welche Bedingungen geschaffen werden
müssen, um das zukünftige Zusammenleben positiv zu gestalten.

Der vorläufige Ablaufplan sieht so aus:

16.00 Uhr:
Einlass, Kaffee und Tee

16.15 Uhr:
Eröffnung durch die Veranstalter*innen

16.30 Uhr:
Beitrag von Dr. Andrea Berg, Amnesty International Deutschland, Leitung
Länderthemen und Asyl

17.15 Uhr:
Beiträge von Geflüchteten und Unterstützer*innen

18.15 Uhr:
Beitrag von Christoph Strässer (MdB, SPD), ehemaliger Beauftragter für
Menschenrechtspolitik und Humanitäre Hilfe der Bundesregierung:
„Deutsche und europäische Flüchtlingspolitik“

19.15 Uhr:
Pause: Essen aus der Afrika-Vokü und Vernetzung an Bistrotischen

20.00 Uhr:
Perspektiven der Kultur, mit der Schauspielerin Sylvia Wempner (Lesung
aus Jenny Erpenbeks Roman „Gehen, ging, gegangen“, 2015) und

Real Explosion, Nachwuchs der international besetzten Gruppe Hajusom
(Performance)
Musik von der Band STROM & WASSER feat.
The Refugees

Weitere Infos und Anmeldung unter:
https://www.haw-hamburg.de/themendienst/termine-detailansicht/view/event/typ/tx_cal_phpicalendar/lv/view-list|page_id-35075/monat/06/tag/10.html?tx_cal_controller[uid]=3242&tx_cal_controller[year]=2016&cHash=f358453dddaa8b5b3b86920aef0ef2cf
oder Facebook:
https://www.facebook.com/events/840795199383409/

Demo gegen Polizeigewalt, rassistische Kontrollen & Inhaftierung,
18.6. 13 Uhr, Park Fiction

Aus dem Aufruf:

GENUG IST GENUG!
Gegen Polizeigewalt, rassistische Behandlung, Kontrollen und Inhaftierung!
Nein zu Diskriminierung und Kriminalisierung!

Wir sind solidarisch mit der Familie und demonstrieren in Gedenken an
Jaja Diabi, der im Alter von 21 Jahren am 19. Januar 2016 in der Haft
gestorben ist. Wir sehen die Verantwortung für seinen Tod bei diesem
System und seinen Vertreter_innen, denn er starb zumindest unter
Beihilfe der Polizei und in den Mauern der deutschen Justiz. Es kann
nicht sein, dass massenhaft rassistische Kontrollen durchgeführt werden,
Menschen in Gefängnisse gebracht werden und gar dort sterben.

Am 14. Januar 2016 wurde Yaya Diabi an der Reeperbahn aus nichtigen
Gründen und rassistischen Vorurteilen von der Polizei festgenommen, vier
Tage später, am 18.1. wird er von der U-Haft an der Holstenglacis nach
Hahnöfersand verlegt. Genau einen Monat später, am 19.2.2016 ist Yaya
Diabi tot.

Den kompletten Aufruf und weitere Infos findet ihr unter:
https://deadbylaw.blackblogs.org/

Dringend Zimmer gesucht in St. Pauli/Schanze/Altona/Eimsbüttel!

Oumar ist 24 und aus Mali und spricht deutsch. Er lebt seit einiger Zeit
nach seiner Flucht aus Lybien über Italien in einem kleinen Ort hinter
Stade, hat aber viele Freunde auf St. Pauli. Da er inzwischen im
Schanzenviertel in Schichtarbeit arbeitet, braucht er dringend ein
Zimmer, das nicht so weit weg ist. Das darf um die 200.- Euro kosten.

Wenn ihr etwas für ihn habt: Bitte meldet euch bei simoneborgstede[at]gmx.de

St. Pauli selber machen! Jeden 1. Montag im Monat: Mo, 06.06., 19.30h

Jedem 1. Montag im Monat findet nun der offene Stadtteiltreff „St. Pauli
selber machen“ statt.

Nächster Termin:
06.06.2016, 19:30 Uhr, Kölibri, Hein-Köllisch-Platz 12

Ladet Eure NachbarInnen ein, bringt FreundInnen mit!
Kommt alle.

StPauliSelberMachen-Express vom 24.03.2016

Schanzenfest rund um den bedrohten Schanzenhof – 26.3. 10-22 h

Am kommenden Samstag findet das Schanzenfest außerplanmäßig schon im Frühjahr statt. Anlass sind die Kündigungen der Mieter_innen im Schanzenhof.

Auch wir von St. Pauli selber machen werden mit einem Infostand in der Bartelstrasse anwesend sein! Kommt uns gerne besuchen!

Aus dem Aufruf:

„Solidarisch gegen Investoreninteressen und rassistische Ausgrenzung”

Die Stadt als Ware im Schanzenviertel und anderswo: Im Vergnügungsareal steigen die Mieten, Hilfeeinrichtungen werden dichtgemacht, polizeiliche Kontrollen und Maßnahmen gegen Menschen eingesetzt, die diese Entwicklung stören. Wir stellen einen solidarischen Umgang dagegen. Wir machen den Investorenschreck gegen Verdrängung und Mietenwahnsinn, als kritische Intervention in weiterreichende gesellschaftliche Widersprüche.
[…]

Kompletter Aufruf und weitere Infos unter:
http://schanzenhof.info/schanzenfruehjahrsfest-am-26-03-2016
oder
http://florableibt.blogsport.de/2016/03/05/26-maerz-10-22-uhr-schanzenfruehjahrsfest/

Filmmatinee über den Kampf für eine Recht auf Stadt – 26.03. ab 11.30h

Im Rahmen des Schanzenfestes am 26.03.16:

Filmmatinee über den Kampf für eine Recht auf Stadt und gegen Verdrängung
Im Schanzenstern mit Café und Gebäck, Eintritt frei

11.30 h „MIETE ESSEN SEELE AUF“

Ein Film von Angelika Levi / Co-Regie: Christoph Dreher / Kamera: Antje Schäfer
Director’s Cut (55min) D 2015

MIETE ESSEN SEELE AUF dokumentiert 2 Jahre nachbarschaftliche Organisierung und Protest am südlichen Kottbusser Tor. Der Film portraitiert bewegend die Akteure des Protestes. Er verknüpft die Wohnungsfrage mit der Geschichte der Migration und betont eine Verbindung von Rassismus und urbaner Verdrängung.

12.45 h „KURZE ZUKUNFT“

Ein Film von Doro Carl ( 83 min ) D 2015

In der Langzeitbeobachtung der Großen Bergstraße in Hamburg Altona beschreiben Bewohner*innen, Aktivisten, Ladeninhaber und Künstler*innen die Veränderung der Straße. An Planung und Bau der ersten innerstädtischen Ikeafiliale entzünden sich unterschiedliche Visionen und Interessenslagen der Stadtentwicklung.

Anschließend Gespräch mit der Filmemacherin.

Stadtteilfrühstück mit Infos von Romano Achipe, 03.04., 12-16h, Kölibri

Stadtteil-/Mitbring-Frühstück + Infos über Romano Achipe ano Hamburg + Ausstellung „ Abgeschobene verschwinden nicht“ von Die Falken Hamburg.

Das Stadtteilfrühstück im Kölibri bietet einen offenen und unkommerziellen Raum als Plattform für nachbarschaftlichen Austausch und Kommunikation. Es gibt ein Frühstücksbuffet zu dem die Besucher_innen eigenes Essen mitbringen oder sich gegen Spende bedienen können.

Wechselnde kulturpolitische Angebote erzählen und informieren über Aktuelles aus der Stadt und laden zum Mitmachen ein.

Veranstaltung: Linke Alternativen zur Flüchtlingspolitik in Hamburg?
4.4, 19.30 h, Centro Sociale

Die Erklärung von Recht auf Stadt „Migration findet Stadt. Gegen die Hysterie – für eine andere Planung“ (die auch von St. Pauli selber machen unterstütz wird) soll in einer öffentlichen Veranstaltung von Blauer Montag und RaS öffentlich diskutiert werden:

Linke Alternativen zur Flüchtlingspolitik in Hamburg? Zwischen Volksentscheid und Schuldenbremse
Montag, 4. April 2016, 19.30 Uhr, Centro Sociale
Eine Diskussionsveranstaltung der Gruppe Blauer Montag und Recht auf Stadt

Nach dem (kurzen) Sommer der Migration, Willkommenskultur und „Wir schaffen das“ erleben wir jetzt das Roll back: rechtsradikale und rechtspopulistische Formierung überall in Europa, die massivsten Asylrechtsverschärfungen in Deutschland seit 1993 und der Versuch, das Grenzregime an den europäischen Außengrenzen zu restaurieren. In Deutschland bemühen sich Staat und Politik, die verwaltungsmäßige Kontrolle über die Grenzen, die Migrationssteuerung und über die Flüchtlinge wieder zu erlangen.

Gleichzeitig ist aber auch klar, dass ein Großteil der Menschen, die in den letzten Jahren nach Deutschland gekommen sind, dauerhaft bleiben wird. In der Veranstaltung am 4.4. wollen wir daher die sozialpolitischen und gesellschaftlichen Zuspitzungen in den Fokus rücken und diskutieren, die vor dem Hintergrund der aktuellen Flucht- und Migrationsbewegungen in Hamburg zu erwarten sind. Denn eine Stadt wie Hamburg wird in sehr viel kürzerer Zeit sehr viel stärker und dabei sehr viel vielfältiger wachsen. Und das wird keine gemütliche Veranstaltung werden: Wir gehen davon aus, dass die sozialen Konflikte in der Stadt zunehmen werden. Unter dem Dogma der Schuldenbremse werden Bevölkerungsgruppen in Konkurrenz gesetzt – um Wohnraum, um Arbeit, um Zugang zu Schulen und Kitas. Der Druck auf die Sozialsysteme und die soziale Infrastruktur in der Stadt nimmt zu. Der aktuelle Hype um die geplanten so genannten „Großsiedlungen“ gibt einen Vorgeschmack auf die Art von Konflikten, die in Zukunft zu erwarten sind. Selbst wenn in einzelnen Nachbarschaftsinitiativen tatsächlich differenziert um eine Idee von „integrationspolitisch sinnvollen und nachhaltigen Maßnahmen zur Flüchtlingsunterbringung“ gerungen wird: In der Initiative zum Volksentscheid für Integration gehen Angst- und Bedrohungsphantasien, Besitzstandslogiken und rassistische Abwehrhaltungen eine gefährliche Melange ein, an deren Ende Flüchtlingsaufnahme nur in homöopathischen Dosen akzeptiert wird, die den gesellschaftlichen Status quo und die herrschenden Verteilungsverhältnisse nicht gefährden.

Nur wenige Stimmen haben sich bisher öffentlich von links zu dieser gesellschaftlichen Zuspitzung positioniert. Eine davon ist das Recht-auf Stadt-Netzwerk mit seinem Diskussionspapier „Migration findet Stadt. Gegen die Hysterie – für eine andere Planung“. Aus unserer Sicht ist dieses Papier ein guter Ausgangspunkt, um Antworten und Wege zu diskutieren, mit denen in die aktuellen Konflikte um Integration und Flüchtlingsaufnahme eingegriffen werden könnte. Das RaS-Papier fokussiert dabei den Wohnungsmarkt und auf die Frage von Wohnraumversorgung und fordert eine andere, kollektive Stadtplanung von unten. Wir schlagen vor, darüber hinaus die Frage nach dem Zugang zu Ressourcen, Einkommen, Arbeit, Bildung, Gesundheit etc. breiter zu diskutieren: Welche gesellschaftliche Entwicklung erwarten wir in den nächsten Jahren in Hamburg? Welche Konflikte? Welche Konkurrenzen? Welche Alternativen stellen wir gegen die Integrationsvorstellung der Volksentscheidsinitiativen? Was brauchen wir in den nächsten fünf bis zehn Jahren, damit die soziale Spaltung in dieser Stadt einigermaßen gebremst wird? Was setzen wir rassistischen Deutungsmustern entgegen?

Das wären einige der Fragen, die wir am 4.4. mit euch diskutieren wollen.

http://www.centrosociale.de/2016-04-04/linke-alternativen-zur-fl-chtlingspolitik-hamburg

Podiumsdiskussion zum Feldbunker, 4.4., 19:30 Uhr

Die Feldbunker-Initiative lädt ein zu einer Podiumsdiskussion
am Montag, den 4. April 2016 um 19:30 Uhr
im Tschaikowsky-Saal, Tschaikowsky-Platz 2
(Nähe Karolinenplatz / U-Messehallen)

Der Pächter des Medienbunkers an der Feldstraße möchte das Gebäude um deutlich mehr als 50% aufstocken, auf 58m Höhe. Über fünf zusätzliche Stockwerke, eine Veranstaltungshalle für über 2.000 Besucher, ein Fitnesszentrum, ein Hotel mit über 100 Zimmern, mehrere Gastronomiebetriebe und ein privater Dachgarten mit üppiger Grüngestaltung aber zeitlich eingeschränktem Besucherzugang sollen entstehen. Das Dach wird – nach derzeitigem Stand – KEINE ÖFFENTLICHE FLÄCHE sein.

Welche Auswirkungen hat die geplante Nutzung auf die Anwohner*innen?
Wie ist die Bunker-Aufstockung stadtplanerisch zu bewerten?
Wer profitiert von diesem Immobilienprojekt?
Was sagen die derzeitigen Mieter des Medienbunkers? Wie steht es mit dem Denkmalschutz?
Welche Events und welche Art von Kultur sollen hier in den nächsten 77 Jahren die Gewinne erzeugen?
Gibt es auch noch andere Varianten?

Weitere Infos unter:
http://feldbunker.de/2016/03/18/oeffentliche-podiumsdiskussion/

Ratschlag zur Verteidigung sozialer Grundrechte, 13.4.

AufRecht bestehen!
Ratschlag zur Verteidigung sozialer Grundrechte

Cafeteria der Stadtteilschule St. Pauli, Bernhard-Nocht-Str. 12
17.00 bis 21.00 Uhr

Veranstalter_innen:
Arbeitskreis Kritische Sozialarbeit Hamburg
Hamburger Netzwerk SGB II
Flüchtlingsrat Hamburg

Politische und soziale Grundrechte, wie sie seit 50 Jahren in der UN Grundrechte-Charta verankert sind, gelten im Selbstverständnis unserer modernen Gesellschaft als garantiert. Dennoch wird die Inanspruchnahme sozialer Rechte politisch zunehmend an Bedingungen und Pflichten geknüpft. Die Forderung, dass Menschen, die sozialstaatliche Hilfe und Leistungen in Anspruch nehmen, sich im Rahmen disziplinarischer und autoritärer Normen bewahren sollen, mutiert zum gesellschaftlichen Konsens. […]

Gegen die Aushöhlung bürgerlicher und sozialer Grundrechte und die Akzeptanz repressiver pädagogischer Konzepte in der Verwaltungspraxis wie in der Sozialen Arbeit müssen wir für ein emanzipatorisches Menschenbild, humane Werte und soziales Fachwissen eintreten. Der Ratschlag lädt alle sozialpolitisch Interessierten und Aktiven ein, sich über die Situation in den verschiedenen sozialen Bereichen auszutauschen und politische Handlungsmöglichkeiten auszuloten.
[…]

Komplette Einladung unter:
http://www.fluechtlingsrat-hamburg.de/content/ak_130416_AufRecht%20bestehen.html

SPsm-Statement zu Polizeigewalt und Repression

Es reicht! – Gegen Polizeigewalt und Repression auf St. Pauli und anderswo

Vorfälle von Polizeigewalt nehmen seit einiger Zeit auf St. Pauli in besorgniserregender Weise zu. Wir sehen die aktuelle Entwicklung in ihrer Massivität als einen Angriff auf das ganze Viertel: Die Grenzen des Erträglichen sind längst überschritten worden.

Im Januar 2014 wurde anlässlich eines angeblichen „Angriffs auf die Davidwache“ das bislang größte Gefahrengebiet in Hamburg erlassen, welches sich über St. Pauli, Schanze und Altona er-streckte. Ein Angriff konnte von Polizei und Gericht jedoch nicht bestätigt werden, diese Behauptung war offenbar eine Lüge. Die Hamburger Gefahrengebiete wurden im Mai 2015 für verfassungswidrig erklärt, es gibt aber immer noch drei dauerhafte Gefahrengebiete, eins in St. Georg (Drogenkriminalität) und zwei auf St. Pauli (Drogenkriminalität, Vergnügungsviertel).

Insbesondere im südlichen St. Pauli häufen sich seit längerem Übergriffe gegen mutmaßliche Drogendealer und rassistische Kontrollen. Hierbei werden Menschen, die von der Polizei als „nicht-weiß“ angesehen werden, grundlos angehalten, belästigt und kontrolliert. Ganz egal, ob die Betroffenen auf dem Weg zum Park Fiction, zu Freund_innen oder zur Arbeit sind: jede_r hat das Recht, sich frei in der Stadt zu bewegen!

[…]

Den kompletten Text findet ihr unter:
http://www.st-pauli-selber-machen.de/?p=878

St. Pauli selber machen! Jeden 1. Montag im Monat: Mo, 04.04., 19.30h

Jedem 1. Montag im Monat findet nun der offene Stadtteiltreff „St. Pauli selber machen“ statt.

Nächster Termin:
04.04.2016, 19:30 Uhr, Kölibri, Hein-Köllisch-Platz 12

Ladet Eure NachbarInnen ein, bringt FreundInnen mit!
Kommt alle.