Aktuelles

Die dritte Ausgabe der St. Pauli Stadtteilzeitung

Rechtzeitig vor der 5. Stadtteilversammlung im November 2016 erschien die 3. Ausgabe der Stadtteilzeitung.

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Zahlreiche Exemplare sind bereits auf der Stadtteilversammlung verteilt worden, aber wir sorgen natürlich auch dafür, dass ihr sie in Läden, Kneipen und Bars auf und um St. Pauli finden könnt.

Falls ihr kein Exemplar ergattern konntet, könnt ihr euch die 3. Ausgabe der St. Pauli Stadtteilzeitung hier runterladen.

Vielen Dank an die Redaktion der Stadtteilzeitung und an alle irgendwie Beteiligten, sowie der steg für die finanzielle Unterstützung.

Wenn ihr Interesse daran habt, euch in das Projekt Stadtteilzeitung einzubringen, findet ihr weitere Informationen auf Facebook.

5. große Stadtteilversammlung St. Pauli

Foto von der 5. Stadtteilversammlung St. Pauli

Wow, das war eine Stadtteilversammlung: volles Haus im Ballsaal. Die anwesenden St. Paulianer*innen verabschiedeten gestern Forderungen, die wir hier zusammenfassen zur

2. Ballsaal Resolution

Die Stadtteilversammlung St. Pauli erklärt:

1. St. Pauli steht für lokale wie globale Solidarität ein. Menschen jeder Herkunft, die hier gemeinsam mit allen ein freies Leben ohne Diskriminierung und Repression finden wollen, sind jederzeit willkommen.

2. Keine Belagerung des Stadtteils durch Polizei und Sicherheitsdienste – G20-Gipfel absagen!

3. Sollte der G20-Gipfel dennoch stattfinden, werden die Bewohner*innen von St. Pauli zeigen, dass es Alternativen zur angeblich alternativlosen globalen Marktlogik gibt.

4. Task Force Drogen auflösen, um den Weg für im Stadtteil erarbeitete Lösungen frei zu machen! Sie ist Teil des Problems, nicht der Lösung.

5. St. Pauli braucht einen Drogenkonsumraum mit medizinischem Angebot für die Drogengebraucher*innen, um ihre Lebenssituation und die Hausflure der Bewohner*innen zu entlasten.

6. Öffentlich geförderter Wohnraum muss neu gedacht werden: unbegrenzte Bindungsdauer – zum Beispiel durch genossenschaftliche oder gemeinnützige Lösungen wie eine Stiftung.

7. Das vorgesehene Stadtteilgewerbe in den neuen Esso-Häusern muss langfristig in seinen günstigen Mieten und seiner Vielfalt abgesichert sein. Die Rückkehr von ehemaligen Gewerbemietern an einen attraktiven Standort mit ausreichender Fläche muss von Bezirk und Investor mit unterstützt werden.

8. Die Stadt soll das Gebäudeensemble der Gewerbeschule G7 dem gemeinwohlorientierten Projekt „Wohlville Hamburg“ überlassen, um dort sozialen Wohnraum und Stadtteileinrichtungen zu schaffen. Die Planung dafür wird aus dem Stadtteil organisiert, die Umsetzung von der Stadt unterstützt.

Hamburg, den 27. November 2016

Dank an der FC St. Pauli für den Saal, das Soundsystem Alta Voz, die Kaffeeküche von St. Pauli Roar, den Pudel für die Ordner*innen und alle, die bei der Organisation wieder ihr Bestes gegeben!

Bild: Margit Czenki

Hier nochmal die 2. Ballsaal Resolution als Download (Format A3)

Außerdem gibt es ein Graphical Recording der Veranstaltung für alle, die leider nicht kommen konnten.

Nächste Stadtteilversammlung am 27.11.2016!

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St. Pauli selber machen – 5. Große Stadtteilversammlung am 27.11.2016 um 15 Uhr im Ballsaal des FC St. Pauli Stadion. Und darum wird es gehen:

Polizeikontrollen, Racial Profiling und die Task Force. Wie verhalten wir uns zur Militarisierung des Stadtteils und zu den massiven Übergriffen auf unsere Nachbarschaft?

OSZE + G20 in Hamburg. Was kommt auf uns zu, wie finden wir das und was können wir tun? (mehr …)

Positionspapier der AG Drogen „Fix-It“

Es ist für Menschen, die auf St. Pauli wohnen und deren Gäste nicht zu übersehen: Der Drogen­konsum und -verkauf ist seit dem vergangenen Jahr deutlich angestiegen. Die daraus entstehen­den, teils heftigen Zustände sorgen für Diskussionen im Viertel. Die auffälligsten Folgen des Drogen­konsums und -handels sind: Konsumenten_innen in Treppenhäusern und auf Dachböden (vor allem im Bereich Talstr./Seilerstr), Drogenverstecke und –handel in der Nähe von spielenden Kindern, verstärkte Razzien und Polizeipräsenz, Menschen mit dunkler Hautfarbe stehen unter Generalverdacht – Zustände, die in ihren verschiedenen Formen für Anwohner_innen, für Konsu­menten_innen und für den gesamten Stadtteil St. Pauli belastend sind.

Diese Diskussionen nehmen wir in der AG auf – wir, das sind: Bewohner_innen, Vereine, Eltern und Fachleute aus der Drogenhilfe. An St. Pauli schätzen wir alle gerade die Tradition des Vielfälti­gen, Bunten und Toleranten. Uns ist klar, dass auf St. Pauli vor 100 Jahren gedealt wurde und auch in 100 Jahren noch gedealt werden wird – wie auch immer die verschiedenen Bewohner_innen dazu stehen. Wir sind uns deshalb einig, keine verstärkten Polizeieinsätze zu fordern.

Wir fordern: Eine Drogenpolitik, die Anwohnern_innen und Konsumenten_innen hilft: Ein zusätzlicher Konsumraum mit massiv verlängerten Öffnungszeiten und Spritzenautomaten.

Konsumräume wie das STAY ALIVE (Altona) bringen eine deutliche Entlastung der Bewoh­ner_innen, zeigen alle Erfahrungen – auch unsere eigenen. Wie wichtig Drogenkonsumräume für das Überleben von Drogenkonsument_innen sind, zeigt jede Statistik. Deswegen muss es einen Drogenkonsumraum mit Angeboten der Überlebenshilfe (medizinische/pflegerische Versorgung, Duschen, Essen, Beratung und Hilfe) hier im Amüsierviertel geben, der wie der Stadtteil selbst an­nähernd rund um die Uhr und vor allem am Wochenende geöffnet hat. Die Vertreibung der Konsu-menten_innen im Kreis – von der Schanze nach St. Georg, von St. Georg nach St. Pauli und von St. Pauli zurück in die Schanze – ist sinnlos und menschenunwürdig und führt nicht zu einer nachhaltigen Entlastung der Anwohner_innen. Deshalb fordern wir neben der Aufstellung von Spritzenautomaten einen zusätzlichen Konsumraum zentral auf St. Pauli sowie die massive Auswei-tung der Öffnungszeiten. Hier ist die Politik dringend gefordert –aus einer Fürsorgepflicht gegen-über den Konsumenten_innen und den Anwohnern_innen.

Wir fordern: Einen situationsangemessenen Umgang mit dem Drogenverkauf in der Bernhard-Nocht- und der Hafenstraße

Eine unakzeptable Belastung für die jungen St. Paulianer_innen ist der Drogenverkauf in der Nähe der Schule zu Schulzeiten. Wir setzen uns, u.a. durch Gespräche mit den Dealern, dafür ein, dass die Schule und ihre unmittelbare Umgebung bis zur Hortschließung ein geschützter Raum für Kinder sein kann und die Bereiche der Kinder und die der Drogen möglichst getrennt gehalten werden. Ebenfalls ein Thema ist der Handel im Park Fiction: Park Fiction ist ein kommerzfreier Raum, das gilt auch für Drogenverkauf! Außerdem stellt das Anlegen von Drogenbunkern eine Gefahr für dort spielende Kinder dar.

Weiter ist uns wichtig: Keine Dämonisierung von Cannabis verkaufenden Straßendealern_innen, sondern sinnvolle Integration von Flüchtlingen.

Während selbst FDP und Grüne mittlerweile Cannabisabgabe in der einen oder anderen Form legalisieren wollen und die SPD darüber diskutiert, kann der Verkauf dieser Drogen nicht wie Schwerkriminalität geächtet werden. Sofern Flüchtlinge als Dealer ausgemacht werden, fordern wir soziale Unterstützung statt Ausgrenzung für diese Menschen, erwarten aber auch, dass geschützte Räume respektiert werden.

Wir fordern: Den Blick über den Drogen-Tellerrand: Alkohol ist Teil der Belastung, Events wie der drogen- und alkoholselige Schlagermove ebenfalls.

Wenn in letzter Zeit immer wieder der Drogenverkauf und –konsum thematisiert wird, möchten wir ein offensichtliches Problem nicht verschweigen: Der exzessive Alkoholkonsum, der am Wochenende auf St. Pauli stattfindet, ist nicht weniger belastend, nur weil er legal ist. Dass Alko­holverkäufer_innen, die für Massen von enthemmten, sich danebenbenehmenden Volltrunkenen mitverantwortlich sind, sich über Drogenverkäufer_innen beschweren, weil sie ihnen das Geschäft kaputt machen, ist schizophren.

Diese Belastung wächst noch durch die aus touristischen und finanziellen Gründen betriebene Vermarktung St. Paulis. Die hohe Dichte an Besuchern, die durch die gewollt steigenden Übernach­tungszahlen erfolgt, fördert auch die Nachfrage nach Drogen über alle Schichten hinweg. So ist es selbstverständlich, dass die Stadt Hamburg einen kleinen Teil ihrer Gewinne zur Entlastung des Stadtteils einsetzt.

 

Hilfe und Fürsorge für Konsumenten ist Entlastung für die Anwohner_innen:

Für einen Drogenkonsumraum mit deutlich längeren Öffnungszeiten!!!

Wir arbeiten daran!!

Pressekontakt: Drogen@St-Pauli-Selber-machen.de

 

Hinweis: Am 10.6.2016 lädt die AG Drogen zu einer Kleinen Stadtteilversammlung ins Kölibri.

 

Filmmatinee im Rahmen des Schanzenfestes am 26.03.16

Im Schanzenstern finden am Sasmstag, 26.03 folgende Filmvorführungen statt
(mit Café und Gebäck, Eintritt frei):

11.30 Uhr „MIETE ESSEN SEELE AUF“

Ein Film von Angelika Levi / Co-Regie: Christoph Dreher / Kamera: Antje Schäfer

Director’s Cut (55min) D 2015

MIETE ESSEN SEELE AUF dokumentiert 2 Jahre nachbarschaftliche Organisierung und Protest am südlichen Kottbusser Tor. Der Film portraitiert bewegend die Akteure des Protestes. Er verknüpft die Wohnungsfrage mit der Geschichte der Migration und betont eine Verbindung von Rassismus und urbaner Verdrängung.

 

12.45 Uhr „KURZE ZUKUNFT“

Ein Film von Doro Carl ( 83 min ) D 2015

In der Langzeitbeobachtung der Großen Bergstraße in Hamburg Altona beschreiben Bewohner*innen, Aktivisten, Ladeninhaber und Künstler*innen die Veränderung der Straße. An Planung und Bau der ersten innerstädtischen Ikeafiliale entzünden sich unterschiedliche Visionen und Interessenslagen der Stadtentwicklung.

Anschließend Gespräch mit der Filmemacherin.

Verdrängung bleibt Verdrängung!
Fritz im Pyjama Hotel vs. Schanzenstern:
So geht’s nicht.

Hamburg, 08.02.2016: Die Aufregung um die Kündigung der Gewerbemieter im Schanzenhof ist zu Recht groß. Die Gebrüder Schommartz zerstören das auf Vielfalt bedachte ehemals städtische Projekt, indem sie der Drogenberatungsstelle Palette, dem Hotel/Bio-Restaurant Schanzenstern, einer Kultur-Etage und einer Boxschule kündigten. Wieder sollen langjährige Gewerbemieter aus der Schanze verschwinden. Besonders irritierend ist die Kündigung des Schanzensterns, der sich über die Miethöhe bereits mit dem Eigentümer einig war. Seine Fläche soll von einer Filiale des Fritz im Pyjama Hotels übernommen werden. (mehr …)

Erklärung zur Razzia in der Hafenstraße vom 4.2.2016

hafenstrasse_CC-BY-NC-SA_marc-oliver-john

Gestern gegen 16:30 sind rund 25 Polizisten in die VoKü der Hafenstraße eingedrungen. Augenzeugen schildern die Situation wie folgt:

„Anwesende Anwohner_innen wurden aus den Räumen gedrängt. Es gab keinen Durchsuchungsbeschluss, jeder Widerspruch wurde ignoriert und einer dazugezogenen Anwältin wurde die Auskunft verweigert. Es gab keine Festnahmen, es wurde nichts mitgenommen und nichts zerstört.“

Auf die Frage nach der Grundlage des Eindringens sei erwidert worden: „Warum wir hier sind, lest ihr morgen in der Zeitung.“

Dass nun auch die VoKü als wichtiger Ort für unterschiedliche Menschen, der auch Refugees stets willkommen heißt, ohne rechtliche Grundlage gezielt durchkämmt wurde, ist alarmierend und reiht sich ein in eine verschärfte Konfrontation und zunehmende rassistische Kontrollen in letzter Zeit seitens der Hamburger Polizei. Die Vermutung liegt nahe, dass sie gerade auch dem neuen Innensenator Andy Grote in aller Deutlichkeit demonstrieren will, wer in dieser Stadt das Sagen hat.

Es sei auch daran erinnert, dass bis heute keiner der Verantwortlichen für das verfassungswidrige Gefahrengebiet vom Januar 2014 zur Rechenschaft gezogen worden ist. Im Gegenteil, Hardliner Hartmut Dudde wurde im vergangenen Jahr noch mit dem Posten des Leiters der Direktion Einsatz belohnt.

Das Mindeste, was man vom neuen Innensenator erwarten kann, ist, dass er in der Polizeiführung kräftig ausmistet.

Ganz gleich jedoch, ob dies geschieht oder nicht: Die St. Paulianer*innen werden von ihrer Unterstützung für Geflüchtete keinen Millimeter abweichen.

Schluss mit den rassistischen Kontrollen rund um die Hafentreppe und anderswo!

Foto: Marc Oliver John, CC BY-NC-SA 2.0

Die zweite Ausgabe der St. Pauli Stadtteilzeitung

Die zweite Ausgabe der Stadtteilzeitung ist da! Nachdem die erste Ausgabe im April 2015 so gut ankam und überraschend schnell vergriffen war, sind wir aktuell dabei, die zweite Ausgabe im “autonomen Gefahrengebiet und den angrenzenden Territorien” zu verteilen.

Seit dem Frühjahr 2015 hat sich das Team der Stadtteilzeitung konzeptionell mit der zweiten Ausgabe beschäftigt. Konkreter wurde es dann ab August und im November ging es für sie in die heiße Phase.

Zweite Ausgabe der Stadtteilzeitung

Exemplare bekommt ihr in den nächsten Tagen (kostenlos) u. a. hier:

  • Kandie Shop
  • Kaffee Stark
  • GWA St. Pauli
  • St. Pauli Tourist Office
  • Kleine Pause
  • Tabakbörse
  • Hamburger Botschaft
  • Schanzenbuchhandlung
  • Café Panther
  • Gretchens Villa
  • Stern Keb’Up

Und natürlich gibt es die Ausgabe auch wieder als Download:

Ein großes Dankeschön an alle, die konzeptionell, kreativ oder inhaltlich an dieser Ausgabe mitgewirkt haben, sowie der steg und der Kurverwaltung St. Pauli für die finanzielle Unterstützung.

Wenn ihr Interesse daran habt, euch in das Projekt Stadtteilzeitung einzubringen, findet ihr weitere Informationen auf Facebook.

StPauliSelberMachen-Express vom 06.11.2015 – NOlympia Spezial

Das Referendum zu Olympia läuft. Bis zum 29.11. kann noch abgestimmt werden. In diesem Sonder-Express haben wir einige kritische Infos zu Olympia und zum Referendum zusammengetragen.

Olympia schadet schon jetzt – …

Das Referendum zu Hamburger Olympia-Bewerbung läuft noch genau einen Monat. In dieser Zeit gilt es noch viel Überzeugungsarbeit zu leisten. Dabei sind Werbebotschaften der Olympia-Befürworter*innen und Argumente von Nolympia hinreichend bekannt: Von den Versprechen der Handelskammer und anderer an der Bewerbung interessierter Kräfte bleibt bei näherer Betrachtung so gut wie nichts übrig. Wenn behauptet wird, dass Hamburg mit den Spielen nur gewinnen könne, ist dies ein Hamburg, das viele Menschen ausschließt. Die Mehrheit der hier Lebenden hat von dem Riesenevent nichts Gutes zu erwarten, letztlich zahlen alle für drauf für eine Stadtentwicklung, die nur einigen wenigen nutzt.

Nach wie vor denken viele, dass Hamburg den Zuschlag ja ohnehin nicht bekommt und dass es im Moment wichtigeres gibt als ein sportlich verbrämtes Großereignis in neun Jahren. Ganz falsch ist das nicht – vor allem aber: nicht ganz richtig. Denn: Olympia schadet Hamburg schon jetzt! Nicht nur, dass aus öffentlichen Mitteln schon jetzt Millionenbeträge für die Bewerbung ausgegeben werden, dass etliche Beschäftigte in den städtischen Behörden schon jetzt mit der Olympia-Planung beschäftigt sind und deshalb andere Aufgaben unerledigt bleiben.  Vor allem aber bedeutet die Entscheidung für oder gegen die Olympia-Bewerbung eine Grundsatzentscheidung für die Stadtentwicklungspolitik der nächsten Jahre, wenn nicht Jahrzehnte!

Fest steht: Mit der Olympia-Bewerbung soll eine Politik durchgedrückt werden, die das Gegenteil darstellt von allem, für das sich “Recht auf Stadt” in den letzten Jahren stark gemacht hat. Demokratische Kontrolle, lokale Einflussnahme wird nicht mehr möglich sein bei einem Projekt, dass milliardenschwer auf einen festgelegten, nicht verschiebbaren Termin ausgerichtet ist. Infrastrukturausbau unter dem Zeichen der Gigantomanie verbessert eben nicht die Mobilität aller Menschen, sondern schließt vermehrt diejenigen aus, die nicht zur Zielgruppe des “Unternehmens Hamburg” zählen. Ein Verbesserung der Barrierefreiheit, Herrichtung von Sportstätten wird es nur da geben, wo olympischer Bedarf besteht – nicht da, wo die Menschen wohnen. Der Umbau der Stadt zu einem riesigen “Business Improvement District” unter Vernachlässigung “periphärer” Stadtteile ist nicht nur im rhetorischen Sinne “alternativlos”, sondern wird es angesichts mächtiger und finanzstarker globaler Player und auf Jahre bindender Verträge tatsächlich sein.

Ich habe hier nur ein paar Beispiele angeführt, aber klar sollte sein: Wer sich für ein Recht auf Stadt für Alle engagiert, kann die Olympia-Bewerbung nicht gut heißen. Die schnellste und sicherste Methode, diesen Irrweg ein für alle Mal zu beenden ist, ein Nein beim Referendum!  Derzeit wird die Stadt mit ebenso emotionaler wie inhaltsleerer Werbung der Pro-Olympischen Seite voll gehängt. Dem können wir auch ohne millionenschweren Werbeetat etwas entgegen setzen.

… – helft mit, den Irrweg zu beenden.

Eure Hilfe ist dabei unverzichtbar!

Macht die Ablehnung der Olympia-Pläne sichtbar! Verteilt Aufkleber und Postkarten, hängt Plakate in Fenster und an Wände! Material dafür findet ihr hier:
http://www.nolympia-hamburg.de/material/#verteilerstellen

Wenn ihr eine Webseite habt, verlinkt die Nolympia-Seite – dafür gibt es vorgefertigte Webbanner in verschieden Formaten:
http://www.nolympia-hamburg.de/material/#webbanner

Ruft auf euren Twitter- und Facebook-Seiten zum Nein beim Referendum auf. Für Facebook gibt es bereits fertige Titelbilder:
http://www.nolympia-hamburg.de/material/#fb-titel

Und vor allem: Argumentiert! Unter
http://www.nolympia-hamburg.de
und
http://fairspielen.de
findet ihr zahlreiche Argumente gegen die Olympia-Bewerbung, wichtig ist aber auch euer ganz eigener Beitrag: Was hat Olympia mit den Aktivitäten eurer Gruppe zu tun, wo schadet die Bewerbung eurem Projekt, eurem Stadtteil?

Wenn ihr dazu Fragen habt, wendet euch gerne an info@nolympia-hamburg.de

Es sind nicht alle Feuer und Flamme!
Vielen, die jetzt noch dafür sind, droht ein böses Erwachen, falls das Referendum für die Bewerbung ausgeht und die wahren Fakten auf den Tisch kommen.
Helft mit, dass zu verhindern!

Die Tücken des Olympiareferendums – Jede Nein-Stimme zählt!

Jede Nein-Stimme zählt!
Die Pro-Olympia-Fraktion gewinnt, wenn

  1. mehr Ja- als Nein-Stimmen abgegeben werden und
  2. mindestens 20% aller Wahlberechtigten mit Ja gestimmt haben (259.883 Personen). Beide Kriterien müssen erfüllt sein.

Die Nein-Stimmen helfen der Stadt also nicht dabei das Quorum von 20% zu erreichen!

Die Taz (25.1015) rechnet ein paar Beispiele vor, wie modellhaft die Abstimmung verlaufen könnte:

„Beispiel 1: 400.000 Stimmen werden abgegeben, davon 300.000 Ja- und 100.000 Nein-Stimmen. Das Referendum ist erfolgreich.

Beispiel 2: 400.000 Stimmen werden abgegeben, davon 250.000 Ja- und 150.000 Nein-Stimmen. Das Referendum ist gescheitert.

Beispiel 3: 520.001 Stimmen werden abgegeben, davon 260.000 Ja- und 260.001 Nein-Stimmen. Das Referendum ist gescheitert.

Beispiel 4: 520.001 Stimmen werden abgegeben, davon 260.001 Ja- und 260.000 Nein-Stimmen. Das Referendum ist erfolgreich.“

Also fleißig mit NEIN stimmen und damit Gutes tun & Schlechtes verhindern! Und schön den weißen Abstimmungszettel beilegen, aber nicht in den blauen Stimmzettelumschlag.

5 Ringe für Hamburg 2024 – Hamburg setzt ein Zeichen gegen Olympia!, 8.11., 10:30 Uhr, Stadtpark

Auf Facebook gesehen:

Kommt alle! Setzt ein entscheidendes Zeichen gegen Olympia und habt viel Spaß dabei. Wie das geht erklären wir euch hier! Es wird um die Welt gehen – sichtbar auf Satellitenfotos! Den Versuch und hier vor allem das Scheitern dessen, die 5 olympischen Ringe aus TAUSENDEN Menschen zu bilden. Es wird spektakulär! Das olympische Alsterfeuer wurde bereits zu einem sehr peinlichen Symbol. Jetzt wird etwas Neues geschaffen! Diesmal jedoch klar gegen Olympia, weil mittlerweile alle eingesehen haben, dass das Ganze ziemlicher Kokolores ist. Es soll ein verrücktes Zeitraffervideo von dem Chaos gedreht werden, welches um die Welt gehen soll, um zu symbolisieren wie chaotisch der aktuelle Planungsstand für Olympia ist.

Bringt Eure Kinder, Familien und Freund*Innen mit. Auch aus dem Umland und der ganzen Welt. Regenponchos in den 5 Olympia Farben gibt’s gratis vor Ort, damit jeder mitmachen kann, falls der Kleiderschrank nichts hergibt .

Der Kreativität bei der Beteiligung sind keine Grenzen gesetzt. Hier nur einige Beispiele:

  • immer genau das Gegenteil machen, was die Ordner*Innen fordern
  • ein eigenes Megaphon und eine Warnweste mitbringen und eigene kreative Anweisungen an die Menschenmenge geben
  • im roten Ring einen roten Stern bilden
  • anstatt des schwarzen Ringes einen großen Mittelfinger kreieren
  • ein Fußballturnier in dem grünen Ring veranstalten
  • extrovertierten olympischen Ausdruckstanz im gelben Ring vorführen (typische Hamburger Songs werden vor Ort vom Radio Hamburg abgespielt)
  • wie hier schon merkt: der blaue Ring ist noch frei – hier bietet sich doch ein schönes Punkerfrühstück, frei nach dem Motto: „Oh, ist erst halb 11 und ich bin schon blau“ an; vielleicht sogar das Ganze in Kooperation mit der allseits bekannten Veranstaltung „Liegen und Lagern“, was ja ab dem 15.10.2015 zumindest in Altona wieder erlaubt ist (http://urbanshit.de/gemeinsam-hemmungslos-liegen-lagern-im-oeffentlichen-raum-veranstaltung/)

Update 2: Also einen konkreten Platz, wo mit Sicherheit „eine kreative Aktion“ passieren wird, können wir euch leider nicht nennen. Wir müssen flexibel bleiben .
Aber falls ihr untereinander einen Treffpunkt ausmachen wollt, würde sich ein Ring, vielleicht der schwarze, natürlich anbieten.

Generell empfehlen wir, falls ihr euch für eine eher chaotische Version entscheidet: nehmt konträre Farben zu der Farbe des Rings in dem ihr euch befindet mit. Auch Farben wie pink, orange oder lila sind gerne gesehen.

Es werden Großbildleinwände aufgestellt und das ganz wunderbare Spektakel wird mit einem Hubschrauber gefilmt, damit die Ihr live sehen könnt wie genial es von oben aussieht.

Wir freuen uns auf Euch, bei Wind und Wetter!

PS: Es scheint hier noch eine andere Veranstaltung zur gleichen Uhrzeit zu geben (vielleicht lässt sich das ja kombinieren ;-)):

Wer auf Facebook gehen will, hier der Link:
https://www.facebook.com/events/123340111356648/

Aktionstag gegen Olympia am Millerntor, 9.11.

Auf der Delegiertenversammlung der über 600 offiziellen Fanclubs des FC St. Pauli wurde sich ohne Gegenstimmen gegen eine Bewerbung Hamburgs für die Olympischen Spiele ausgesprochen.
Als nächsten Schritt gibt es nun einen Aufruf der Fanszene, dass beim Heimspiel gegen Düsseldorf am Montag auf den Tribünen Flagge gegen Olympia mit Bannern, Transparenten und vielem mehr gezeigt werden soll.

Hier der Aufruf:

Aufruf zum Heimspiel gegen Düsseldorf (09.11.15): Kein Olympia in Hamburg!

Fast die gesamte Stadt scheint momentan dem Olympia-Wahnsinn verfallen zu sein. Was sich wie ein tolles Sportereignis anhört, hat für die Bevölkerung gravierende Konsequenzen: Verschärfte Sicherheitsmaßnahmen, steigende Mieten, eine zweite HafenCity, die mit Kürzungen im sozialen Bereich, steigenden HVV-Preisen und ähnlichem refinanziert wird. Wichtige Standorte des Hamburger Konzepts sind die Messehallen und das Millerntorstadion auf St. Pauli.

Auf der jährlichen Versammlung des Fanclubsprecherrats des FC St. Pauli haben sich die Delegierten der über 600 offiziellen Fanclubs bei einer Abstimmung klar und deutlich gegen die Bewerbung Hamburgs für Olympische Spiele ausgesprochen.
Bis zum 29.11. können die wahlberechtigten Hamburgerinnen und Hamburger darüber abstimmen, ob sich die Hansestadt bewerben soll. Setzen wir daher auch bei uns im Stadion ein deutliches Zeichen: Gegen den weiteren Ausverkauf unserer Stadt, gegen Verdrängung und Kürzungen! Keine Olympischen Spiele in unserem Stadion – und auch nicht anderswo! Lasst uns gemeinsam beim nächsten Heimspiel am 09. November gegen Düsseldorf Flagge zeigen: Bringt Tapeten, Banner, Pappen und ähnliches mit!

Olympia-Wahnsinn stoppen! Für ein buntes St. Pauli und eine Stadt für alle!

Zeckensalon 2015

Blog: http://zeckensalon.blogsport.de/2015/10/30/aufruf-zum-heimspiel-gegen-duesseldorf-09-11-15-kein-olympia-in-hamburg/

Veranstaltung „Von Rio nach Hamburg! Neue Olympische Spiele oder leere Versprechungen?“, 11.11., 18 Uhr

Von Rio nach Hamburg! Neue Olympische Spiele oder leere Versprechungen?
Mi 11.11. Vortrag & Diskussion / 18:00 Uhr / Eintritt: Spende

Vortrag von Dr. Christopher Gaffney
Im Rahmen der Lateinamerika Tage findet eine Diskussionsveranstaltung mit dem Olympiakritiker und Aktivisten Christopher Gaffney statt.
Veranstalter sind das Institut für Krimologische Sozialforschung und Monte Azul International e.V.

Als 2013 Menschenmassen gegen die Art und Weise wie die FIFA, das IOC und die brasilianische Regierung WM und Olympia vorbereiten, in Rio de Janeiro und zahlreichen anderen Städten Brasiliens protestierten, war Christopher Gaffney mit dabei.

Er hat sich intensiv mit den Folgen der WM und der Olympischen Spiele in Rio de Janeiro beschäftigt. Im Vortrag wird er kurz von den anstehenden Olympischen Spielen 2016 und den dortigen Problemen erzählen, um dann auf die Hamburger Bewerbung einzugehen. Oftmals spricht der Hamburger Senat davon, es seien neue Olympische Spiele, die Hamburg anbieten würde. Gaffney wird demnach der Frage nachgehen, sind es tatsächlich neue Olympische Spiele, oder doch leere Versprechungen? Eine weitere zentrale Frage des Vortrags wird sein: Was haben wir hier in Hamburg zu erwarten, sollte es zur Ausrichtung der Olympischen Spiele 2024 kommen?

Wann: 11.11.2015, 18 Uhr
Wo: Uni-Hamburg, Hörsaal H, Erzwiss, Von-Melle-Park 8

NOLYMPIA Briefwahldinner, 17.11.

Di. 17.11.2015 / 20h
Hafenvokü / St. Pauli Hafenstraße 116

Gemeinsam wollen wir beim leckeren Drei Gänge Menü gegen Olympia 2024 in
Hamburg stimmen!
Also: Briefwahlunterlagen gegen Olympia mitbringen, lecker essen,
gemeinsam gegen Olympia stimmen und ab damit in die Vokü-Wahlurne.
Danach geht sie ab (in) die Post!